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Zum guten Essen gehört ein passender Wein

Rubinrot leuchtet er im Glas, der achte Jahrgang des Gerschen Tempelberges. Die vier Hobbywinzer sind zufrieden. Auch die leicht ölige Konsistenz kann sich sehen lassen. Mit Nase und Gaumen können einzelne Fruchtformen, etwa schwarze Johannisbeere, wahrgenommen werden. Die deutliche Säure, die jetzt noch zu schmecken wird später gemildert, denn der Wein erlebt erst in der Flasche seinen Reifeprozess. "Das Abfüllen stresst den Wein ohnehin", erklärt Raimund Morrys. Er weiß sehr viel über den edlen Rebensaft, kennt Anbaugebiete, die Prozedur der Zubereitung und wie man ihn genießen muss, denn er ist der Sommelier im Novotel Gera. Und dass hier der Wein vor der Haustür wächst, ist der Idee entsprungen, für zukünftige Gastronomiefachleute ein Lehr- und Anschauugsobjekt zu haben. In Anlehnung an den Namen des Chefs des Hauses, Jörg Tempel, erhielt der Wein den Namen Tempelberg. Der Hoteldirektor ist natürlich mit von der Partie sowie auch die beiden Restaurantfachleute Frank Wünsche und Frank Seidler. Alle vier kümmern sich liebevoll um die 15 Stöcke der Sorte Regent. "Wir haben damals eine Rebsorte gesucht, die frost- und pilzresistent ist und stießen auf Regent, eine Sorte, die erst 1997 klassifiziert wurde auch im Rheinhessischen, Baden-Württembergischen und Fränkischen angebaut wird", wusste Raimund Morrys.
"Für unsere Auszubildenden beginnt das Lehrjahr immer mit einer Weinlese", lachte Jörg Tempel, das sei ein schöner Auftakt und außerdem auch eine anschauliche Einführung in den Beruf. Dass er um diese Zeit auch Geburtstag hat, verschweigt der Chef. Nach Maische, Ballongärung, Abstichen und Umfüllungen wird das Abfüllen in Flaschen von den vier Weinkennern selbst vorgenommen. Der Jahrgang 2008 kann immerhin in 19 Flaschen gezogen werden. Frank Wünsche vermeldet das nicht ohne Stolz. "Verkaufen dürfen wir den Wein allerdings nicht", betonte der Hoteldirektor ausdrücklich. Das Getränk kann nur für private Zwecke verwendet werden. Das schreibe das EU-Recht vor. Danach wurde jedem Land die Hektarzahl für die bestockte Rebflächen zugewiesen. Jörg Tempel erinnert sich an eine lustige Geschichte mit dem Thüringer Landwirtschaftsministerium. Die Mitarbeiter hatten von dem Weinanbaugebiet Tempelberg am Novotel Gera gehört, und zwei Abgesandte sollten den "Gesetzesverstoß´" überprüfen. Doch als sie die 15 Stöcke erblickten, hatten sie keine Einwände mehr, jedoch mit der Maßgabe, den Wein nicht kommerziell zu vermarkten. So wird kein Gast den Gerschen Tempelberg auf der Karte finden, doch genügend andere gute Weine, die der Sommelier, aber auch die fachkundigen Restaurantmitarbeiter empfehlen können.
"Zu einem guten Essen der passende Wein- das ist ein Erlebnis", schwärmt Jörg Tempel, und er erinnert an den Kochwettbewerb von Novotel gemeinsam mit Neues Gera "Schicken Sie uns Ihr Lieblingsrezept". Er geht jetzt in die dritte Runde. Im April gewann Thüringer Hausfrauenpastete aus dem Backofen. Da dies eine würzige und deftige Speise ist, empfiehlt Raimund Morrys einen Chardonnay aus Südfrankreich, aber auch ein spanischer Wein mit viel Kraft würde dazu passen. Er unterstützt das Essen. Vielleicht steht ja im Mai Ihr Lieblingsrezept auf der Speisekarte des Hotels. Es kann eine Vorspeise, eine Suppe, ein Hauptgericht, ein Dessert oder ein ganzes Menü sein. Außerdem können Sie ein wunderschönes Verwöhnwochenende im Geraer Novotel gewinnen.
Schicken Sie Ihr Lieblingsrezept bitte an
Redaktion Neues Gera, 07548 Gera, Ludwig-Jahn-Straße 2, Stichwort Rezept. Sie können es uns natürlich auch mailen: neuesgera@verlag-frank.de





( Helga Schubert, 17.04.2009 )

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