Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Dem Osterhasen im Martinsgrund begegnen

Im Geraer Tierpark ist der Frühling eingekehrt. Nicht nur, dass das gefiederte Volk in den Volieren mit den frei herumfliegenden Nachbarn auf den Gipfel der Bäume mit lautstarker Stimme wetteifert, sondern auch die bodenständigen Bewohner sind auf die wärmere Jahreszeit eingestellt. Sie sorgten für Nachwuchs, und so können die Besucher zu Ostern die Lämmchen, die vielen kleinen Osterhasen, Kücken und andere Groß-und Kleintiere bewundern. Im Streichelgehege stellt sich Zwergziege Heike vor, die aus dem Zoopark Erfurt in den Geraer Waldzoo kam. Zwei weitere neue Bewohner werden die Tierparkbesucher leider noch nicht zu Gesicht zu bekommen: Sonja und Silvia, zwei Rentiere, die aus dem Tierpark Berlin-Friedrichsfeld stammen. Sie müssen eine 30-tägige Quarantänezeit Haus verbringen. Als Gehilfen des Osterhasen wirkten Mitarbeiterinnen des Tierparks. Sie häkelten 200 Eierschleudern, die zusammen mit Ostereiern an Kinder verteilt werden. Und wer von den Jüngsten selbst etwas basteln möchte, hat dazu am Ostersonntag und -montag, 12 und 17 Uhr, in der Naturlehrstube die Möglichkeit.
Froh über die Frühlingstage ist auch Tierparkleiter Ulrich Fischer. "Der lange Winter hatte uns auch fest im Griff", seufzte er. Um so mehr lobte er den Einsatz seiner 20 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen - davon mehrere Teilzeitkräfte - die sich um die rund 500 Tiere in 80 Arten liebevoll kümmern und sie bei Wind und Wetter gut versorgen. "Die Arbeitskräftezahl ist wirklich knapp bemessen", gab Fachdienstleiter Kultur Dr. Frank Rühling beim Tierparkspaziergang zu. Anlass war die neue Wegenetztafel am Haupteingang im Martinsgrund, an der Sponsoren mitgewirkt haben. Hier können sich die Besucher genau orientieren. Ausgeliehen können ab sofort auch Bollerwagen, die ebenfalls gespendet wurden. "Überhaupt, ohne Sponsoren und die ehrenamtlichen Helfer könnten wir nur halb so viel schaffen", meinte Ulrich Fischer. Dazu gehörten auch die 40 Tierpaten, die Freunde der Waldeisenbahn und natürlich die Besucher. 108.000 waren es im vergangenen Jahr. "!0.000 mehr als 2007, und schon da waren es 15.000 mehr als 2006", stellte Dr. Rühling fest. "Den Besuchern gefällt vor allem die Erholung in dem schönen Waldgelände, die Präsentation der Tiere, aber auch die Parkeisenbahn", ergänzte der Tierparkleiter. Für diesen Anziehungspunkt hat der Waldeisenbahn-Verein ganze Arbeit geleistet. Mit Unterstützung vieler Firmen konnte die Strecke grundhaft erneuert werden. Der zweite Bauabschnitt ist freigegeben.
Während sich viele Tiere in fröhlicher Zweisamkeit oder in der Gruppe tummeln, ist der Löwe Pedro, Geras Wappentier, einsam. Nach 18 Jahre hat er seine Partnerin, die an Krebs erkrankt war, verloren. Als Rudeltier braucht er jedoch eine Gefährtin. Sie wird nun in Leipzig oder Erfurt gesucht. Bis es soweit ist, soll auch die neue 800 Quadratmeter große Außenanlage fertig sein. "Vielleicht Pfingsten", hofft Ulrich Fischer. Ein weiteres großes Projekt ist die europäische Mittelgebirgsanlage mit einer neuen Mufflongruppe und Taggreifvögeln.


( Helga Schubert, 09.04.2009 )

zurück