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Auf Abenteuertour durch Geras Höhlerwelt

Eine Abenteuertour durch Geraer Höhler? Das kann sich Dr. Wieland Kögel vom Höhlerverein durchaus vorstellen. Der 2007 entdeckte Höhler in der Böttchergasse macht´s möglich. Zunächst sollten die unterirdischen Kellerräume und Gänge nur freigelegt und von Schutt befreit werden, doch bald ging es mehr als um Sicherheit. "In geeigneter Schutzkleidung könnten hier Führungen für Unentwegte angeboten werden", überlegte Dr. Kögel. Um den Abstieg in die Tiefe zu erleichtern, wurde jetzt von der Firma Metallbau Kutschbach im Schacht ein Handlauf angebracht. "Wir erhielten ein günstiges Angebot", lächelte Schatzmeister Wolfgang Haase, "da mussten wir zugreifen".
Etwa 30 Höhler werden vom Höhlerverein betreut. Der Schacht, der sonst mit einem Deckel verschlossen ist, ermöglicht die Zugänge zu den Höhlern 38 bis 42 in der Böttchergasse und 52 in der Greizer Straße. Die dazu gehörenden Häuser waren in den 70-er Jahren abgerissen und ein Teil der Hohlräume mit Bauschutt verfüllt worden. Die Verbindungen zu den einzelnen Höhlern waren wegen des Luftschutzes angelegt worden. "Vorher gab es die nicht", schmunzelte Dr. Kögel, "denn sonst hätte man ja dem Nachbarn das Bier wegtrinken können".
Die Vereinsmitglieder freuen sich dass sie durch die Erschließung und Sicherung der Geraer Höhler, die ja bekanntlich im Mittelalter zur Lagerung des Bieres genutzt worden waren, ihr "Scherflein zum Bekanntheitsgrad der Stadt beitragen", wie Dr. Kögel betonte. Das Interesse habe stets zugenommen, stellte er fest. Das werde zum Beispiel auch beim Höhlerfest deutlich, zu dem immer mehr Gäste aus nah und fern nach Gera kommen und an Höhlerführungen teilnehmen. Dem Vorstand schwebt vor, ein entsprechendes Hinweisschild auf die Geraer Sehenswürdigkeit an der Autobahn anzubringen. Bisher sei das immer vom Landesverwaltungsamt abgelehnt worden. Doch nun wage man einen neuen Vorstoß.
Der Verein, zu dem rund 130 Mitglieder gehören, ist unermüdlich, immer weiter den Untergrund Geras zu erforschen. Die Hausbesitzer seien dankbar, wenn sich Vereinsmitglieder bei der Beräumung der Höhler einbringen. Die nächsten Projekte sind unter dem unteren Markt (Leder-Müller), dem Vorplatz der Salvatorkirche und der Florian-Geyer-Straße 2.

( Helga Schubert, 27.03.2009 )

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