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Es geht um Geras dicke Kinder

Geras Kinder werden immer dicker. Das ergaben Schuleingangsuntersuchungen im vergangenen Jahr im Vergleich zu 1994. Brachten damals acht Prozent der untersuchten Kinder zu viel Gewicht auf die Waage, waren es 2007/2008 schon 11,8 Prozent. Davon wurde bei 4,3 Prozent sogar Fettleibigkeit (adipös) festgestellt. Im Laufe der Schulzeit steigert sich dann noch der Anteil der übergewichtigen Kinder. Im vierten Schuljahr waren es 12,9 Prozent, und im achten Schuljahr 18,6 Prozent, davon 6,3 Prozent fettleibig.
Die Zahlen nannte Amtsarzt Matthias Albert schockierend. Jetzt wollen der Fachdienst Gesundheit der Stadt gemeinsam mit Prof. Dr. med. Jörg Seidel von der Klinik für Kinder und Jugendmedizin des SRH-Waldklinikums diesem Trend den Kampf ansagen.
Ziel ist es, ein Netzwerk zu installieren, in dem alle Maßnahmen innerhalb der Stadt, die den übergewichtigen Kindern und Jugendlichen hilft, alle überflüssigen Pfunde abzubauen, gebündelt werden. "Wir wollen nichts Neues erfinden", bestätigte Prof. Seidel, "sondern das, was schon an Initiativen vorhanden ist, miteinander verknüpfen". Es gebe bereits viele Angebote in Kindergärten, Sportvereinen, bei den Krankenkassen, Ärzten, Ernährungsberatern und Schulen, aber sie wüssten zu wenig voneinander. Da soll das Netzwerk GAP (Geraer Adipositas Prävention) Abhilfe schaffen.
Eine Internetseite, die als Wegweiser angelegt ist, unterstützt die Suche bei Beratungs- Bewegung- und Präventionsangeboten. Ausgangspunkt ist die Homepage der Stadt Gera: www.gera.de, dann Hauptmenüpunkt Sport/Gesundheit, rechte Spalte, Logo Netzwerk GAP anklicken. Es ist natürlich auch möglich, im Netzwerk mitzuarbeiten oder Anfragen zu stellen. Dafür ist als Netzwerkkoordinatorin Christine Morgenstern zuständig. Sie ist Mitarbeiterin im Fachdienst Gesundheit, Gagarinstraße 68, ( (0365) 838 35 40 oder E-Mail: christine.morgenstern@gera.de. Für medizinische Fragen steht Prof. Seidel zur Verfügung. Telefon: (0365) 828 51 51, oder über E-Mail: joerg.seidel@wkg.srh.de.
Wie wichtig die richtige Ernährung und die Bewegung besonders für überwichtige Kinder und Jugendliche sind, unterstreicht der Mediziner besonders. Er begrüßt deshalb, dass sich vier Ernährungsberater, die auf dem Fachgebiet Kinderernährung bzw. Essstörungen spezialisiert sind, dem Netzwerk bereits angeschlossen haben.
Neben Beratung bieten diese auch Kochkurse für Eltern und Kinder an. Für die Bewegung engagieren sich die Sportvereine, von denen es über 100 in Gera gibt, und die ohnehin Nachwuchssorgen haben. Hier biete sich ein breites Feld an Möglichkeiten, meinte er. "Doch alles geht nicht ohne die Eltern. Wir müssen die Lebensräume der Kinder erreichen", sind sich alle Netzwerkinitiatoren zu denen auch die SPD-Politiker Volker Blumentri
tt und Sigrid Müller gehören, sicher. Gesundheitserziehung, die schon im Kindergarten beginnen müsse, sei eine bessere Chance als eine Kurbehandlung bei Übergewicht, räumte der Professor ein.


( NG/hs, 27.03.2009 )

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