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Leidenschaft für tropische Schönheiten

Orchideen - bizarre Schönheiten, die die Natur hervorgebracht hat. Manche sind prächtig und entfalten einen opulenten Blütenreigen, andere wiederum sind winzig klein, und ein Laie würde im tropischen Regenwald achtlos an ihnen vorüber gehen. Einige senden betörende Düfte aus, aber es gibt auch solche, die menschliche Geruchsnerven aufs Äußerste strapazieren. Außerdem senden sie ihre Düfte zu unterschiedlichen Tageszeiten aus. "Das kommt immer darauf an, welche Insekten, die sie zur Betäubung benötigen, sie anlocken wollen", erklärt Peter Tietz, der noch viel mehr über Orchideen weiß. Er befasst sich gemeinsam mit Sohn Andreas nicht nur beruflich mit den tropischen Pflanzen, sondern gehört auch zum Vorstand des Arbeitskreises Orchideengruppe Werdau, und diese lädt von Freitag, 20., bis Sonntag, 22. Februar, in den Barocksaal des Museums für Naturkunde zur Orchideenschau ein.
Schon zum sechsten Mal verwandeln die Werdauer den Geraer Barocksaal in ein exotisches Paradies. Und jedes Mal lassen sie sich etwas Neues einfallen. "Diesmal wollen wir auch einmal zeigen, wie man die Pflanzen zu Hause präsentieren kann", macht Peter Tietz neugierig. Die Präsentation in besonders schönen Vasen oder Glasgefäßen sei ein Augenschmaus, verrät er. Aber auch einen Pavillon, in dem die Orchideen so gezeigt werden, wie sie in der Natur vorkommen, wird es geben. Außerdem ist das Neueste und Schönste aus den Züchtungen zu sehen und kann natürlich auch erworben werden. Orchideenliebhaber, die Sorgen mit ihren Lieblingen haben, können sich beraten lassen oder die Pflanze sogar mitbringen.
Peter Tietz stammt selbst aus Gera. Seine erste Orchidee habe er vor etwas 30 Jahren im damaligen Geschäft "Blumen und Exoten" erstanden, erinnert er sich, Seit dieser Zeit haben ihn das Sammeln und Züchten der exotischen Schönheiten nicht mehr losgelassen. Heute wachsen in den Gewächshäusern etwa 8000 - in der Natur gibt es etwa 30.000 bis 35.000 Arten - Pflanzen heran. Hier werden sie auch von Andreas Tietz betreut, der in Vaters Fußstapfen getreten ist. Welche Pflanzen sie in Gera zeigen werden, konnten sie noch nicht genau sagen. "Mal sehen, was blüht", meinten beide. Das können die Besucher ab Freitag erfahren. Die Schau ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Nicht mit Pflanzen, aber mit Bildmaterial an einem Sonderstand ist die Regionalsektion Ostthüringen des Arbeitskreises Heimische Orchideen vertreten. "Es ist der einzige eingetragene Verein auf diesem Gebiet in Deutschland", sind Gudrun und Peter Schuh stolz. "Unsere heimischen Orchideen sind streng geschützt", machen sie aufmerksam. In Thüringen gäbe es 30 bis 40 Arten und im Geraer Umkreis etwa sechs Arten. Die Geraer Orchideenfreunde bieten z. B. Exkursionen zu den Standorten der seltenen Pflanzen an und informieren über Pflegemaßnahmen, Kartierung von Fundorten oder Mitarbeit zur Restaurierung des Bieblacher Parks.

( Helga Schubert, 20.02.2009 )

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