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Kunstraum unter dem Pflaster von Gera

Dass sich unter dem Pflaster von Gera ein ganz besonderer Kunstraum befindet, hat sich inzwischen unter Künstlern herumgesprochen, und nicht nur in Deutschland. Geben doch die jahrhundertealten Gewölbe, in denen einst das Bier gelagert wurde, den Installationen und Projektionen eine ganz eigene Atmosphäre. An der Ausschreibung zur vierten Höhler-Biennale haben jedenfalls 117 Künstler teilgenommen. 40 Werke wurden durch die Jury ausgewählt. "Es ist frische Kunst, die die Höhler füllen wird, die speziell für diese Ausstellung geschaffen wurde", betonte Winfried Wunderlich, Organisator, Mitglied der Jury und selbst ein Künstler. Deswegen habe die Höhler-Biennale Einmaligkeitsanspruch.
So sieht es auch Jörg Tempel, Direktor des Hotels Novotel in Gera. Deswegen will er auch den Verein zur Erhaltung der Geraer Höhler und seine Aktivitäten unterstützen. Dazu gehört auch die Biennale, die vom 24. Juni bis 31. Oktober 2009 stattfinden wird und in deren Vorbereitungen sich das Hotel einbringen will. Sehr zur Freude des Vereinschefs Heinz Nikulla, der festgestellt hat, dass Organisation das eine ist, und die Vermarktung das andere. "Gerade, weil wir alle ehrenamtlich bei der Sache sind, freuen wir uns über die professionelle Unterstützung durch das Hotel", bekannte er.
Der Hotelchef indessen entdeckt in der Höhler-Biennale einen möglichen touristischen Anziehungspunkt. Gerade in den Sommermonaten, wenn das Theater Spielpause hat, könne die Stadt auch im Zusammenhang mit dem Bauhausjubiläum Werbung machen. Wie groß das Interesse an den Höhlern als Ausstellungsraum sei, habe er in seinem Haus während eines Künstlersymposiums zur Vorbereitung der Biennale erfahren, begründete Jörg Tempel sein Engagement. Er werde auf jeden Fall durch entsprechende Flyer auch in anderen Hotels der Kette Werbung für das kulturelle Ereignis machen. Zur Untermauerung der Zusammenarbeit unterzeichnete er einen Vertrag mit dem Höhlerverein.
"Unterwegs" lautet der Titel der 4. Höhler-Biennale, die ihre spezielle Kunst in fünf Höhlern präsentiert. Dazu gehören die der Geraer Bank in der Schloßstrasse, der ZGT in der Johannisstraße, der Apotheke am Markt, in der Greizer Straße 10 und der Museumshöhler. Zu sehen und zu erleben sind Licht-, Klang-, Spiegel- und Videoinstallationen. Alle Künstler seien vom Ausstellungsort fasziniert, machte Vorstandsmitglied des Vereins, Dr. Gitta Heil neugierig auf die Kunstschau in den unteren Gefilden unserer Stadt.



( Helga Schubert, 12.12.2008 )

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