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Rasengleis der Bahntrasse dämpft Lärm in Tinz

Lange mussten sich Anwohner und Gewerbetreibende der Berliner Straße in Gera-Tinz in Geduld üben. 18 Monate dauerte der Bau des neuen Streckenabschnitts der Straßenbahntrasse "unter rollendem Rad", wie der Geschäftsführer der Geraer Verkehrsbetrieb GmbH (GVB) Udo Gantzke zur Einweihung sagte. Doch dafür sei der Stadtteil nicht nur durch die Rasengleise, die die Straße vom Bahnkörper trennt, aufgewertet worden, sondern auch durch neue Gehwege, einem öffentlichen Parkplatz für insgesamt 45 Fahrzeuge und die neue Fahrbahn.
Er dankte den Einwohnern, die nun sicherlich auch durch den Leisegang der Straßenbahn entschädigt würden. Die schalldämpfenden Rasengleise hatten es auch Roland Richwien, Staatssekretär im Thüringer Bauministerium, angetan. "Ich muss gar nicht lauter sprechen", stellte er fest, als eine Straßenbahn vorbei fuhr.
Neun Millionen Euro investierte der GVB mit Fördermitteln des Bundes und des Freistaates Thüringen in den 1,2 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen der Haltestelle "Grüner Weg" entlang der Berliner Straße und Tinzer Straße über die Haltestellen Tinz und Berufsakademie auf der Thüringer Straße. Insgesamt flossen beachtliche 6,5 Millionen Euro Fördermittel in das Projekt, den Rest finanzierte der GVB über Eigenmittel.
"Heute sind alle Gewinner", meinte Staatssekretär Richwien, was durch Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm bestätigt wurde. Die Straße sei aufgewertet worden, die Stadt profitiere davon und der Öffentliche Personennahverkehr sei noch attraktiver geworden. "Die Erfolgsgeschichte der Straßenbahn wird fortgesetzt", sagte er nicht ohne Stolz, denn an der Durchsetzung des Stadtbahnprogramms hatte Dr. Vornehm als vorheriger GVB-Chef großen Anteil.
Besonders freute sich der Oberbürgermeister, dass der GVB das Stadtbahnprogramm konsequent fortsetzen will. Bereits im nächsten Jahr soll der Ausbau der Linie 3 zur Stadtbahn mit den Abschnitten Hinter der Mauer und Bieblach-Ost weitergehen.
Das größte Vorhaben jedoch wird der Neubau der Linie 4 nach Gera-Langenberg. Mit den Arbeiten dazu soll Ende 2009 begonnen werden. Diese neue Straßenbahnlinie auf drei Kilometer soll dem Verkehrsbetrieb rund 8000 potentielle Fahrgäste aus Langenberg und dem Industriegebiet Tinz bescheren. Die Zusage zur Unterstützung von Land und Bund gäbe es bereits, versicherte der Oberbürgermeister. Er sähe schon die Ampeln in Richtung Langenberg auf Grün.
Die erste Straßenbahn, die nach Feuerwerksregen und durchgeschnittenem Band die Strecke passierte, erhielt viel Beifall. Der GVB indessen bedankte sich bei allen Anwohnern und Gäste mit einem kleinen Straßenfest mit Musik, Rostern, Glühwein, Stollen, Kaffee sowie Suppe aus der Gulaschkanone. Das wurde fast ein kleines Volksfest.

( NG/hs, 05.12.2008 )

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