Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Digitale Welt im Wald-Klinikum

Der alte Röntgenfilm hat ausgedient. Ab 1. April zieht in das SRH Wald-Klinikum das digitale Zeitalter ein. Das wird durch die Einführung des Orbis Radiologie-Informationssystems (RIS) und des Bildarchivierungs- und Kommunikationssystems (PACS) Impax möglich. Ein entsprechender Vertrag wurde vor wenigen Tagen mit Agfa HealthCare unterzeichnet. Die Umsetzung des Projektes, deren Vorbereitungen angelaufen sind, wird von dem Tochterunternehmen PlanOrg Medica GmbH in Jena vorgenommen.
Nachdem das Unternehmen durch den SRH-Konzern bereits den Zuschlag für die Einführung des Krankenhausinformationssystems (KIS) Orbis für alle seine sieben Häuser erhalten hatte, erschien es der Geraer Klinikleitung sinnvoll, die Zusammenarbeit auszuweiten. "Die Konstellation beider Systeme aus einer Hand ermöglicht dem Klinikum größtmögliche Funktionalität bei bewährter Verlässlichkeit und optimaler Wirtschaftlichkeit", betonte SRH-Geschäftsführer Dr. Constantin von Stechow.
Durch das Krankenhausinformationssystem wird eine digitale Datenbank angelegt, in der alle Patientendaten und Krankenakten vom Arztbrief über Befunde bis zur Krankengeschichte gespeichert sind. "Es beginnt eine neue Zeitrechnung", verkündete Dr. Andreas Orth, Geschäftsführer von PlanOrg Medica GmbH. Dabei werde der Datenschutz jedoch strengstens beachtet, unterstrich Constantin von Stechow.
Die Einführung von RIS und PACS sei mit einer Effizienssteigerung verbunden, versprach Michael Strüter, Vertriebsleiter bei Agfa HealthCare. Früher hatten Röntgenfilme oft eine schlechte Qualität, seien unterbelichtet gewesen oder sind mitunter sogar verloren gegangen. Das könne dann nicht mehr passieren. Die Zeit des Unikats sei vorbei. Zu einem Datenverlust könne es nicht kommen, verwiesen die Experten auf die hohen im System eingebauten Sicherungsmaßnahmen.
In Zukunft werden alle Aufnahmen von Röntgen, Mammographie, MRT und Computertomographie digital zur Verfügung stehen. Außerdem könne der Betrachtungsblickwinkel verändert, der Ausschnitt vergrößert und das Material verglichen werden, äußerte sich der Chefarzt der Radiologie, PD Dr. Joachim Böttcher, begeistert. Das führe deutlich zu einer Straffung der Arbeitsabläufe im Klinikum, die besser für den Patienten verwendet werden könne. Als weiteren Vorteil sieht Dr. Böttcher in der Möglichkeit, die Daten nicht nur innerhalb der Klinik zum Beispiel in den OP-Saal, zur Visite und in andere Bereiche zu versenden, sondern auch zu den mit dem Klinikum verbundenen niedergelassenen Ärzten. "Man könnte ein Netzwerk bilden und sich mit Kollegen vor Ort und in anderen Kliniken austauschen", schloss er den Kreis. Ebenso sei das Verschicken von CD oder DVD, dem ein schriftlicher Befund beiliegt, möglich.
Als Kosten für das Vorhaben werden rund eine Million Euro veranschlagt, während in die Einführung des Krankenhausinformationssystems 1,52 Millionen Euro investiert werden. Damit das neue System der Archivierung der Patientenunterlagen und das Radiologieinformationssystem pünktlich und reibungslos in Betrieb gehen können, startet die Agfa-Tochter ein umfangreiches Schulungsprogramm im SRH-Klinikum, versicherte Dr. Orth.

( Helga Schubert, 21.11.2008 )

zurück