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Kräuterhof ist der erste auf der Zoche

"Wir haben so etwas noch nie gemacht", bekannte Inhaber und Geschäftsführer Georg Kroll der Thüringer Kräuterhof Gera GmbH & Co KG und meinte damit den symbolischen Spatenstich für das neue Werk im Geraer Gewerbegebiet Zoche. Umso freuten sich die Ehrengäste, zu denen Finanzministerin Birgit Diezel und Geras OB Dr. Norbert Vornehm zählten, dass sich in Gera wieder ein produzierendes Gewerbe vergrößern will. Außerdem ist es das erste Unternehmen, das sich in dem neuen Gewerbegebiet gegenüber dem Flugplatz Leumnitz nahe der Autobahn ansiedelt. Wurde das Gelände zur Bundesgartenschau als riesengroßer Parkplatz genutzt, wurde es jetzt für Gewerbetriebe auf mehr als 23 Hektar erschlossen.
Zunächst entsteht auf einer Fläche von 5000 Quadratmeter die Halle des Kräuterhofes. "Wir haben uns jedoch weitere 30 000 Quadratmeter gesichert", sagte Georg Kroll mit Blick auf die Zukunft. Derzeit wird in dem Unternehmen in Windischenbernsdorf Tee in großen Abpackungen abgefüllt und in alle Welt verschickt sogar bis nach USA und Japan. Der Bedarf werde jedoch immer größer, das erfordere auch mehr Mitarbeiter, versicherte der Geschäftsführer. Mit dem neuen Werk soll sich die Zahl der Beschäftigten von zehn und fünf Lehrlingen verdoppeln, versprach er. Geplant sei nicht nur die weltweite Vermarktung des Produktnamens Thüringer Kräuterhof, sondern auch eine eigene Produktionslinie für Heil- und Arzneimitteltees. "Ganz klar, dass wir dann auch auf Kräuteranbauer in der Region zurückgreifen", stellte Georg Kroll in Aussicht.
Er ist, wie auch Otto Ratka von der Geschäftsleitung Apotheker. Vor etwa zwei Jahren haben sie den Thüringer Kräuter vom damaligen Besitzer, der den Betrieb aus Altersgründen aufgegeben hatte, übernommnen. Aber der Kräuterhof habe eine lange Tradition in Gera, wusste Otto Ratka. Die Wurzeln reichen bis in das Jahr 1922 zurück. Ein Drogist hat mit dem Vertrieb von Kräutern und Gewürzen begonnen. 1972 wurde der Betrieb verstaatlicht, gehörte zum VEB Pharmaziewerk Halle und wurde 1990 von Dr. Handke gekauft und weitergeführt. Florafarm aus dem fränkischen Scheßlitz übernahm den Betrieb im Januar 2007, führte Otto Ratka aus. In den Neubau investiert das Unternehmen rund 2,5 Millionen Euro. Im Frühjahr soll der Einzug erfolgen.
Finanzministerin Birgit Diezel nannte das Unternehmen einen Eisbrecher für die Zoche. Sie hoffe, dass sich nun weitere Gewerbe auf der Fläche, deren Erschließung von Bund und dem Land Thüringen gefördert wurde, ansiedeln. "Für den Thüringer Kräuterhof gilt nicht abwarten und Tee trinken", meinte der OB Dr. Vornehm launisch. Er freue sich, dass ein Geraer Unternehmen der erste auf der Zoche ist. Er sei optimistisch, dass es hier noch häufig solche Anlässe wie den Spatenstich geben werde. Die Stadt habe gute Bedingungen geschaffen. 4,2 Millionen investiert sie in die Erschließung, wovon 3,3 Millionen aus Fördergeldern stammen.

( Helga Schubert, 14.11.2008 )

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