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Gauner, Gangster und Ganoven

Gut, dass sich das Kabarett "Fettnäppchen" schon in der Unterwelt befindet, spätestens mit dem neuen Programm "Abgebucht und umgelegt - Neues aus der Scheinwelt" wäre es in diese abgetaucht. Ganz aktuell präsentiert es Szenen aus der Bankwelt, und da geht es momentan wirklich kriminell zu.
Die Akteure Andrea Roßbach und Thomas Hinrich zeigen sich dabei sehr wandlungsfähig und bewegen sich zwischen dem Euro des kleinen Mannes, den er mühsam erspart hat und nun lieber unter dem Kopfkissen versteckt und den echten Gangstern und Ganoven, werden zu Bankchefs und Mafiosi und zeigen, das auch in manchem Politiker ein Gauner steckt.
Textebeschaffer waren für dieses Programm Kabarettchefin Eva-Maria-Fastenau, Thomas Puppe, Horst Schliebe und Thomas Hinrich. Letztere ist der Neue im Kabarett und gab mit seinem Debüt einen guten Einstand. Den Text für den Mafiosi hat er sich selbst auf den Leib geschneidert und hatte als Partnerin in Andrea Roßbach eine gestandene und erfahrene Kabarettistin an seiner Seite. Beide zusammen ergaben ein perfekt mit italienischem Zungenschlag radebrechendes Gaunerpärchen. Und die von Thomas Hinrich vorgetragene Udo-Lindenberg-Parodie vom "Club der Millionäre" war eine Zugabe wert.
In die musikalische Trickkiste griff Norbert Schultze, der sich ganz dem Thema des Abends widmete und sich außerordentlich gekonnt am Klau beteiligte. Der Song "Money, Money…" aus dem bekannten Musical "Cabaret" erhielt eine ganz andere Bedeutung und auch der alte Schlager "Zwei kleine Italiener" wurde gekonnt umfrisiert zu "Zwei kleine Mafiosi"; "Haun wir mit dem Hämmerchen das Sparschwein kaputt", wozu begeistert mitgeklatscht wurde, erhielt symbolischen Wert , wie letztlich auch das Schlusslied "Geld regiert die Welt".
Untertauchen muss keiner nach der Premiere. An manchen Szenen könnte allerdings noch etwas gefeilt werden, zum Beispiel beim zweimaligen Pennermonolog (Thomas Hinrich), der über Geld und Finanzkrise philosophiert. Doch generell kann man sagen: Hier wird das Publikum nicht betrogen und das Geld (für den Eintritt) ist sicher angelegt.

( Helga Schubert, 07.11.2008 )

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