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Naturnaher Wohnpark mit Ausblick über Gera

Der Grundstein ist nun gelegt; die Bodenplatte eines Neubaus schon gegossen. Daneben, am überkommenen Gebäude des früheren Fuchsberg-Hotels und SED-Gästehauses, hat der Teilabbruch deutlich sichtbare Ergebnisse. Wanderer im Stadtwald beobachteten lange bereits die Veränderungen am Fuße des Eselsbergs, zumal ihnen ein liebgewordener Weg abgeschnitten ist.
Seit dem 24. Oktober ist richtig öffentlich, dass die Pläne für das vor gut zehn Jahren erworbene Grundstück samt Immobilien sich zuletzt trendgemäß wandelten von denen für ein Altenheim oder einer Klinik für Demenzkranke zu denen künftig durchmischten, aber besonders barrierefreien und betreuten Wohnens. Das Ensemble überm Martinsgrund, an der Schnittstelle früherer Wanderwege, wird Wohnpark Martins Höhe heißen; soll ab dem 4. Quartal 2009 mit 100 Wohnungen mit Flächen von 38 bis 122 Quadratmetern bezugsfertig sein und vermietet werden.
Eine Begegnungsstätte, Gemeinschaftsräume und auch Service-Einrichtungen für Pflege und Gesunderhaltung sollen dazugehören. Ein attraktives Fitness- und Gesundheits-Center würde etabliert. In der einstigen Kegelbahn entstehe eine separate, also öffentlich zugängliche gastronomische Einrichtung mit angeschlossenem Biergarten. Schließlich würde auch der in alten Stadtplänen noch gut ersichtliche Fuchssteig in der Nord-Süd-Querung des Naherholungsgebiets wieder hergestellt.
Jetzt weiß man auch, dass die Nothdurft GbR als Eigentümer mit Investitionen von cirka 7,5 Millionen Euro dafür planen lässt. "Die Arbeit bleibt in der Region.", sagt Alexander Nothdurft im Sinne der Familie, die zur Feier des Tages und Grundsteinlegung in drei Generationen nach Gera reiste, vor einer recht zahlreichen Gästeschar. Kommunalpolitiker verschiedener Parteien waren dabei, künftige Geschäftspartner wie von der Hauskrankenpflege Rzegotta und der Physiotherapie Hildebrandt, Auftragnehmer der Rossmann Bau GmbH Ronneburg und schon ernsthafte Mietinteressenten.
Die Zeit für konkrete Projekte sei nun reif, meinte Nothdurft und lobte Gera seit Buga-Zeiten als Stadt ausgezeichneter Infrastruktur, würdigte die Nachbarschaft mit dem Klinikum und Tierpark. Architekt Franz-J. Knipping begründete den Verzicht auf "Schnickschnack" an sachlichen Gebäuden in exponierter Lage und möchte in der Ästhetik klassisch bleiben.
Eher steckt man Aufwand in die Gestaltung des Komplexes als Niedrigenergiebereich nach Kriterien des KFW 40-Programms mit Kraft-Wärmekopplung eines Blockheizkraftwerkes mit Wärmerückgewinnung und solarthermischen Elementen bzw. stärkerer Wärmedämmung. Dazu dient der alte Zivilschutzbunker. Spätestens mit Verweis darauf war man vor dem symbolischen Akt der Grundsteinlegung wieder bei Geschichte der Gemarkung angekommen. Oberbürgermeister Dr. Vornehm nutzte das für eine Wortspielerei über die sozialistische Umwidmung des Ex-Parteigeländes am Fuße des Eselsbergs in Fuchsberg. Wer wollte schon sprichwörtlich Eseln nahe sein...
Spannend aber wird nun noch der Kurs, den die Stadt, der Investor und möglichst Bürger einschlagen, um vielleicht auch die frühere Marienbrücke wieder erstehen zu lassen. Die Gelegenheit im Soge des Projektes wäre günstig; aber mit neuen Kosten verbunden. Eine Dokumentation als Vorarbeit zu einer eventuellen Fördervereinsgründung wurde vorerst dem OB übergeben.

( Thomas Triemner, 30.10.2008 )

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