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Sorge erhält ihren Magnet zurück

"Die Türen gehen wieder auf", verkündete Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm optimistisch zum Pressetermin, zu dem die Pfälzische Projektentwicklungsgesellschaft mbH (PPE) aus Rheinbach bei Bonn auch Anlieger und Einzelhändler in das ehemaliger Horten-Kaufhaus auf der Sorge eingeladen hatte. Kein einziges Gebäude stehe so symbolhaft auf der oberen Sorge wie das Kaufhaus, das 1882 den Grundstein für den Tietz-Konzern bildete, 1903 neu gebaut und 1911 wesentliche verändert wurde, meinte er. Im Oktober 2007 hatte die Metro Assset Management das Handelshaus an den niederländischen institutionellen Investor Dekor verkauft, der wiederum die PPE mit der Entwicklung des Komplexes zwischen Sorge, Humboldtstraße, Rudolf-Diener-Straße und Leipziger Straße beauftragte.
Historisches und Modernes sollen bei der Revitalisierung im Einklang stehen, versicherte PPE-Chef Harald Wilwerscheid. Es sei eine anspruchsvolle Aufgabe. In vielen Gesprächen mit Geraer Bürgern hätte die Projektentwicklungsgesellschaft herausgefunden, dass der große Wunsch bestehe, das Kaufhaus wieder zu beleben. Dem wolle man Rechnung tragen und deswegen sei die Wahl des Namens auch auf Kaufhaus Gera gefallen. "Unser Konzept geht davon aus, das historische Gewand zu erhalten und wieder herzustellen. Ergänzt wird das geschichtsträchtige Gebäude durch moderne Flächen und Gestaltungen", erklärte Harald Wilwerscheid. Viele denkmalschutzrechtliche Belange seien zu beachten. Beeindruckt zeigten sich die Projektanten von der 18 Meter hohen historischen Glaskuppel, die ein architektonischer Blickpunkt bleiben wird. Die Firma kann im Umgang mit historischer Bausubstanz und moderner Architektur auf gute Erfahrungen zurückgreifen. Entwickelt wurden von ihr zum Beispiel die Bayerische Börse, der Lehnbachplatz in München und das Quartier an der Frauenkirche in Dresden.
Eine zweistellige Millionensumme wolle der Eigentümer in den Gebäudekomplex investieren, hielt sich der Projektleiter bedeckt. Er wisse, dass auf jeden Fall eine eins davor sei, warf der Oberbürgermeister ein. Die Gesamtnutzfläche beträgt rund 10.000 Quadratmeter. Der Baustart soll im Sommer 2009 beginnen. Die Eröffnung ist für 2010 geplant. Zum zukünftigen Ensemble des Kaufhauses gehören neben einem Parkhaus weitere sechs Baukörper. Im Erdgeschoss erhalten Handelseinrichtungen ihren Standort. Allerdings wollte Harald Wilwerscheid sich noch nicht festlegen. Es soll einen guten Branchenmix geben, Gespräche mit Filialisten der Textil-, Elektronik- und Wohnaccessoires-Branche und anderen würden geführt. In oberen Stockwerken könnten Arztpraxen, Dienstleistungseinrichtungen und Büros einziehen. Und natürlich sei auch an Cafés gedacht. Abgerissen wird das Haus Rudolf-Diener-Straße 24 - 26. Hier im Innenhof entsteht das fünfgeschossige Parkhaus. Außerdem soll der Innenhof auch mit viel Grün und Sitzbänken zum Verweilen einladen. Zugang zum Kaufhaus Gera gibt es dann nicht nur von der Sorge aus, sondern auch von der Humboldtstraße. Einige Gebäude seien im so schlechten Zustand, dass sie nicht mehr erhalten werden können, wie zum Beispiel die Sorge 29 und die Leipziger Straße 11 bis 15. Sie müssen Neubauten weichen. Dagegen seien die Häuser an der Ecke Rudolf-Diener-Straße/Leipziger Straße oder Sorge 33 denkmalgeschützt und werden saniert.
"Wir werden als Stadt alles dafür tun, damit das Vorhaben zügig verwirklicht wird", versicherte Oberbürgermeister Dr. Vornehm. Er verspricht sich von dem Kaufhaus Gera eine Belebung der Innenstadt. Als Magnet könne es den Fußgängerring zwischen Arcaden, Elsterforum, Sorge, Steinweg, Kirchstraße und Markt wieder schließen, hofft er.

( Helga Schubert, 30.10.2008 )

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