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Grenzsicherung von der Stasi im Visier

Im Mai 1952 erließ der Ministerrat der DDR eine "Verordnung über Maßnahmen an der Demarkationslinie zwischen der DDR und den westlichen Besatzungszonen Deutschlands". Ein zehn Meter breiter "Kontrollstreifen" entlang der Grenzlinie wurde geschaffen, 1393 Kilometer mitten durchs Land!
Die sich anschließende "Fünf-km-Sperrzone" durfte fortan nur mit Sondergenehmigung betreten werden. Ein tief gestaffeltes Grenzsystem ließ die Überwachung bereits im Landesinneren beginnen.
So waren die Maßnahmen der Grenzsicherung an der Staatsgrenze zur BRD und nach Westberlin wichtiger Bestandteil der Stasi. Sie untersuchte alle "Fluchtversuche" und "Grenzdurchbrüche", und analysierte Schwachstellen im Grenzsystem.
Die Sicherung der Staatsgrenze, besonders auch im Bezirk Gera (Grenzbezirkskommando 5), wurde durch Angehörige der Schutz- und Sicherheitsorgane sowie in deren Auftrag handelnde Personen auf der Grundlage der damaligen Rechtsvorschriften wahrgenommen. Es waren Mitarbeiter der Hauptabteilung VI des MfS, des Zoll´s der DDR sowie teilweise Zivilangestellte, wie z.B. Tierärzte, Mitarbeiter des Roten Kreuzes, der Staatsbank und auch freiwillige Helfer der DVP. Sie kamen alle entweder als hauptamtliche Mitarbeiter oder getarnt als IM zum Einsatz.
Der Bezirk Gera, als Grenzbezirk, bot der Stasi hier die vielfältigsten Möglichkeiten der Aufklärung und Verhinderung von "illegalen Grenzdurchbrüchen" und der Einleitung verschiedener Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen. Die operative Fahndung war ein wichtiger Bestandteil der vorgeschriebenen Maßnahmen, gegen die Bürger vorzugehen. - Der Grenzdienst wurde nach dem Mauerfall am 1. Juli 1990 aufgelöst.
Am Mittwoch, 29.Oktober, findet im Archiv der AST Gera der Stasiunterlagenbehörde, Hermann- Drechsler-Straße 1 (Haus 3), jeweils 15 und 17 Uhr, eine Archivführung unter diesem Thema statt (Video kann angesehen werden).

( 24.10.2008 )

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