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Otto-Dix-Preis für Jorinde Voigt

Nach mehrjähriger Pause vergab die Stadt Gera zum siebenten Mal den Otto-Dix-Preis. Die Auszeichnung 2008 ging an die Zeichnerin Jorinde Voigt. Die in Berlin lebende Künstlerin wurde bereits Ende März von einer Expertenjury gekürt. Sie nahm den Preis für junge Gegenwartskunst im deutschsprachigen Raum symbolisch aus den Händen von Geras Bürgermeister Norbert Hein entgegen.
Der 1992 ins Leben gerufene und biennal vergebene Otto-Dix-Preis gehöre inzwischen zu den renommierten Preisen im deutschen Kunstleben, der in der jungen Kunst- und Galerieszene sowie bei den Medien und der Öffentlichkeit auf großes Interesse stoße, betonte der Bürgermeister. Preisträger früherer Jahre seien beispielsweise so erfolgreiche Künstler wie Daniel Richter oder Tobias Rehberger, die inzwischen auch international anerkannt seien. Dass diese Trad tion weitergeführt werden könne und die Auszeichnung mit 20.000 Euro nun auch zu den höchstdotierten Kunstpreisen Deutschlands gehöre, sei dem Engagement der zu danken. Sie konnte nach dem Ausstieg von IBM Deutschland als neuer Sponsor gewonnen werden. Zugleich sei damit die Grundlage für ein neues Konzept geschaffen worden. Neben dem Preisgeld von - wie bisher - 10.000 Euro würde den Preisträgern zudem der Ankauf von Werken in Höhe der gleichen Summe garantiert.
Electrabel wolle sich in der Region engagieren, in der das Unternehmen wirtschaftlich verankert sei, begründete Dr. Jochen Starke, Regionalbevollmächtigter Mitteldeutschland der Electrabel Deutschland AG, das Engagement. Electrabel Deutschland, Mitgesellschafter der Energieversorgung und der Kraftwerke Gera GmbH, habe bereits im Kontext der Bundesgartenschau 2007 in Gera 15 Kunstprojekte mit insgesamt einer halben Million Euro gefördert. "Die Frage, ob wir uns auch für den Otto-Dix-Preis und damit speziell für zeitgenössische Kunst engagieren, fand in unserem Unternehmen große Resonanz." Bis 2012 stelle Electrabel Deutschland weitere insgesamt 200.000 Euro für verschiedene Kunstprojekte bereit, darunter auch für die Vergabe des Otto-Dix-Preises 2010 und 1012. In den Jahren dazwischen würden themenbezogene Ausstellungen mitfinanziert.
Diese Auszeichnung will junge Gegenwartskunst unterstützen, die engagierte Zeitnähe mit reflektiertem Selbstbewusstsein verbindet, beidem originären künstlerischen Ausdruck verleiht und sich gängigen Rezeptionsmustern entzieht. Dem wird die Dix-Preisträgerin 2008 nach dem Votum der fünf Juroren gerecht. 1977 in Frankfurt/Main geboren, studierte sie Philosophie und Neue deutsche Literatur in Göttingen, Soziologie an der Freien Universität Berlin sowie Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin und absolvierte zudem eine zehnjährige Cello-Ausbildung. Jorinde Voigt vertritt nach Ansicht der Jury "mit ihrer deutlich zeichnerisch bestimmten Haltung eine abstrakt-konkret orientierte Position". In ihren Zeichnungen kombiniere sie "naturwissenschaftliche Konstanten mit performativen Abläufen. Ihre zeichnerischen Notationen sind Ordnungssysteme und deklinierte Alltagserfahrungen."
Davon können sich die Besucher der Ausstellung überzeugen, die in der Orangerie der Kunstsammlung Gera eröffnet wurde. Die Schau vereint über die Zeichnungen Jorinde Voigts hinaus Arbeiten von für den Otto-Dix-Preis nominierter Künstler.

( 24.10.2008 )

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