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Jena und Gera gestalten das Bauhausjahr 2009 gemeinsam

Jena und Gera gestalten erstmals ein hochkarätiges Kulturereignis gemeinsam: Für das Bauhausjahr 2009 haben die Ostthüringer Städte ein abgestimmtes Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm erarbeitet, informierten heute die Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter und Dr. Norbert Vornehm.
Beide Städte könnten attraktive Beiträge in das Programm einbringen. So verfüge Jena mit den Gropius-Bauten Haus Auerbach und Haus Zuckerkandl, sowie weiteren Beispielen des Neuen Bauens und Gera mit dem Haus Schulenburg und zahlreichen Thilo-Schoder-Bauten über bedeutende Architekturdenkmale, die im engen Zusammenhang mit dem Bauhaus stehen.
Eine weitere inhaltliche Verbindung bilde der Bauhauskünstler Kurt Schmidt, dessen "Mechanisches Ballett" 1923 im Jenaer Stadttheater uraufgeführt wurde und das am 13. November in Jena in einer Neuinszenierung des "Theaters der Klänge" aus Düsseldorf zu erleben sein wird. Unter dem Titel "Déjá-vu: Mensch und Form" bildet das "Mechanische Ballet" am 20. März ebenso den Ausgangspunkt und strukturellen Rahmen eines Ballettabends in der Geraer Bühne am Park. Mit einer "Hommage an Kurt Schmidt" erfüllt das Ensemble für Intuitive Musik (EFIM) aus Weimar abstrakte Bilder mit Leben und verbindet dabei Ausdruckstanz, multimediale Projektion und Musik.
Als weitere Höhepunkte des umfangreichen Programms stellten die Oberbürgermeister die Ausstellung "Kandinsky" mit4 Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafik, "Das Bauhaus in Jena", die Ausstellung der Bauhaus-Keramikerin Marguerite Friedlaender-Wildenhain im Museum für Angewandte Kunst Gera, sowie die Ausstellungsprojekte im Haus Schulenburg heraus.
"Die Kandinsky-Exposition erinnert an die Zeit des Künstlers am Bauhaus in Weimar und Dessau und knüpft an seine Ausstellungen im früheren Jenaer Kunstverein an", erklärte Dr. Schröter. Insgesamt konzentrierten sich Jena und Gera im Programm zum Bauhausjahr auf eigene Traditionen und Stärken. "Im Mittelpunkt steht weniger das historische Schaffen am Bauhaus als die unterschiedlichen Rezeptionen und die Wirkungsgeschichte im regionalen und internationalen Kontext", betonte Dr. Vornehm.
Auch das Marketing für das Bauhausjahr werde zwischen beiden Städten abgestimmt. Wichtige Werbematerialien wie Plakate, Programmheft und Anzeigen würden gemeinsam hergestellt. Dazu stellten die Oberbürgermeister bereits erste Entwürfe vor. Mit Plakaten und Anzeigen werde bundesweit auf die Bauhausprojekte in Jena und Gera aufmerksam gemacht. Die Zusammenarbeit mit der Thüringer Tourismus GmbH sei erfolgreich gestartet. So hätten sich Journalisten aus Deutschland, Belgien und der Schweiz in zwei Pressereisen mit den Bauhausprojekten vertraut gemacht.
Die Zusammenarbeit zwischen Jena und Gera im Bauhausjahr solle künftig bei anderen überregionalen Höhepunkten fortgesetzt werden, bekräftigten Dr. Albrecht Schröter und Dr. Norbert Vornehm. Die Bereiche Kultur und Tourismus böten dafür auch in den nächsten Jahren Ansatzpunkte. Geplant seien touristische Angebote für Jena und Gera sowie gemeinsame Werbung. Das Bauhausjahr werde so als Auftakt für weitere Kooperationen gesehen. "Wenn wir überregional wahrgenommen werden wollen, müssen wir die lokale Sicht überwinden", so Dr. Vornehm.

( 10.10.2008 )

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