Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Herz - was willst du mehr

Von Herz zu Herz - zwei Herzen im Dreivierteltakt - herzallerliebst - ich leg mein Herz in deine Hände - Wörter und Wendungen. Kein Organ wird so besungen und bedichtet wie unser Herz. Wenn wir uns freuen oder ärgern, schlägt es schneller. "Es schlug mein Herz geschwind zu Pferde…" dichtete schon der junge Goethe. Wenn wir uns erschrecken, denken wir mitunter, unser Herz bleibt stehen.
Rund 100 000 Schläge an einem Tag vollbringt unser Herz. Eine enorme Leistung, und bei einem gesunden Menschen sind Unregelmäßigkeiten nicht ungewöhnlich. Was aber, wenn es stolpert, wenn es außer Takt gerät, wenn es zu Herzrhythmusstörungen kommt? Dann ist ein Gang zum Arzt unerlässlich. Bei Dr. med. Martin Winterhalter kann man sein Herz im übertragenen Sinn des Wortes in seine Hände legen. Er ist der neue Chefarzt der Medizinischen Klinik und Klinik für Kardiologie und internistische Intensivtherapie des SRH Wald-Klinikums Gera und auf die Behandlung von Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems spezialisiert. "Immer mehr Menschen leiden unter Durchblutungsstörungen des Herzens, Herzmuskelschwäche, aber auch Herzrhythmusstörungen und Herzklappenerkrankungen", weiß der Spezialist, der sich die Behandlung dieser Krankheitsbilder zum Schwerpunkt seiner Arbeit gemacht hat. "Diese Erkrankungen sind gefährlich", sagt er eindringlich. Die Folgen könnten Luftnot, Brustschmerzen, Schwindel, Ohnmacht, Schlaganfall oder sogar Tod sein.
Seit 1. Juni arbeitet Dr. Winterhalter in einem Team mit 20 Mitarbeitern am Wald-Klinikum zusammen. Er habe in Gera sehr gute Bedingungen vorgefunden. Neben den hervorragend ausgebildeten Ärzten und medizinisch-technischen Assistenten sei das SRH-Klinikum mit der modernsten Technik ausgestattet, die eine optimale Behandlung von Herzrhythmusstörungen ermöglicht. Erfahrungen auf diesem Gebiet hat der Mediziner in anderen Krankenhäusern, z. B. an der Berliner Charité, gesammelt.
Mit hohem Wissen und großer Leidenschaft übt der Arzt seinen Beruf aus. "Nur selten" so ist er sich sicher, "können Tabletten einem Menschen mit Herzrhythmusstörungen vollends helfen". Dr. Winterhalter setzt auf das Herzkatheterlabor, wo das gesamte Spektrum der Kardiologie zur Verfügung steht. Hier wird der Patient ohne große Operation, sondern im Schlüssellochverfahren mit modernen Therapieverfahren behandelt. Medikamente benötigt er dann in der Regel nicht mehr. Herzerkrankungen und Funktionsstörungen können durch den Magnetresonanztomograph rasch erkannt werden. "Ich kann mich für die Qualität der Untersuchung und der Therapie verbürgen", versichert der versierte Herzspezialist. "Wir brauchen uns im SRH-Klinikum in Gera nicht zu verstecken". Es werde sehr sorgfältig gearbeitet.
Damit viele Menschen über ihren Herzrhythmus, der unser Leben widerspiegelt, Bescheid wissen, hält Dr. Winterhalter auch populärwissenschaftliche Vorträge, bei denen er Hinweise darauf gibt, wie der Arzt Herzrhythmusstörungen diagnostizieren kann und welche Behandlungsmöglichkeiten sich ergeben. Er erläutert, wann die Implantation eines Herzschrittmachers oder Defibrillators erforderlich ist, wann eine kathetergesteuerte Verödung von Herzmuskelgewebe erfolgen muss und wann eine Veränderung des Lebensstiles ausreicht. Er will aber auch mit den niedergelassenen Ärzten zusammenarbeiten, um sie über die Möglichkeiten am SRH Wald-Klinikum und die Fortschritte in der Medizintechnik, die er "segenbringend" nennt, zu informieren. Doch trotz aller medizintechnischer Innovation sei das Gespräch mit dem Patienten und die körperliche Untersuchung immer noch die wichtigste Grundlage für eine Therapie, bestätigt Dr. Winterhalter. Dann erst weiß der Arzt, was das Herz so außer Takt geraten lässt.

( Helga Schubert, 02.10.2008 )

zurück