Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

"Jubilate" dem Rutheneum zum 400. Geburtstag

Alle Schüler, Ehemalige, Lehrer, Eltern, Freunde und Förderer, die zum Festakt des 400. Jubiläums des Goethe-Gymnasiums/Rutheneum seit 1608 in den Konzertsaal des Theaters gekommen waren, waren beeindruckt von dem "Jubilate" des Konzertchores der Schule, von den würdigenden Reden und Grußworten und der feierlichen Atmosphäre. Michael Uhlig, Vorsitzender des Schulfördervereins, der einen großen Anteil am Gelingen der Feierlichkeiten hat, freute sich, so viele Gäste und Ehrengäste begrüßen zu können, unter ihnen Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus, Finanzministerin Birgit Diezel, Kultusminister Bernwart Müller, Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm sowie Woizlawa Feodora Prinzessin Reuß, Heinrich XIII. Prinz Reuß und andere Mitglieder der reußischen Familie.
Schulleiter Dr. Joachim Hensel erinnerte in seiner Festrede an den Begründer des Gymnasiums Heinrich Posthumus Reuß, der die Kosten für die Errichtung selbst übernommen hatte. Zur Unterhaltung des Schulbetriebes führte der Stadtrat eine Biersteuer ein. "Und die Bürger bezahlten die Steuern gern", sagte er launisch, denn alle seien stolz gewesen, eine höhere Schule in der Stadt zu haben. Vielleicht sollte man heute eine Steuer auf all das in Gera getrunkene Bier einrichten, scherzte er mit Blick auf die Finanzministerin. Dr. Hensel erinnerte auch an die große Geschichte des Gymnasiums und an die Meilensteine der Schule, die stets für Wissenschaftlichkeit, Weltoffenheit, Tradition, Aufgeschlossenheit für das Neue und Autorität eingetreten sei.
Diese Werte hätten das sittliche Gerüst gebildet. Höhen und Tiefen habe die Schule erlebt, Brände, Zerstörung, Kriege, bei denen Schüler und Lehrer ihr Leben verloren haben und zwei totalitäre Staaten, doch immer hätte sich das Gymnasium als Hort des Humanismus und als Stätte der Toleranz erwiesen, auch während der Zeit des Nationalsozialismus und des Kommunismus. Hervorragend ausgebildete Menschen seien aus der Schule hervorgegangen. Was wird das fünfte Jahrhundert der traditionsreichen Bildungseinrichtung bringen, fragte er. "Tradition ist nicht Aufbewahren der Asche, sondern Weitergabe des Feuers", schloss er.

Ministerpräsident Dieter Althaus lobte als Schirmherr des Jubiläums die Leistung von Heinrich Posthumus, der vor 400 Jahren das erste landesherrliche Gymnasium gegründet hat und damit das Fundament für Bildung und steigendes Ansehen der Stadt gelegt hat. Er würdigte besonders die Leistungen des Schulfördervereins, der sich mit seinen 240 Mitgliedern in die Gesellschaft einbringt und das Innenleben der Schule mitbestimmt. Dem Lehrerkollegium bescheinigte er solide fachliche Arbeit und gute Spezialisierung, die den Schülern große Möglichkeiten gebe, die eigenen Talente zu entwickeln. Das unterstrich auch Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm. Es sei wichtig, Talente aufzuspüren, zu fördern und zu fordern. Er dankte Dr. Hensel als dienstältesten Schulleiter in Thüringen für die guten Ergebnisse an seiner Schule. Dr. Vornehm unterstrich sein Vorhaben, für alle Schüler in Gera gleich gute Lernbedingungen zu schaffen. So soll auch das Schulgebäude am Nicolaiberg umfassend saniert werden.

Als Nachfahre des Schulgründers ergriff Heinrich XIII. Prinz Reuß das Wort. Nach einer Darstellung der Biografie von Heinrich Posthumus erinnerte er daran, dass vieles, was sein Vorfahre in Gera begründete Auswirkungen bis heute auf die Entwicklung der Stadt habe. Er hoffe, so brachte er zum Ausdruck, dass die Stadt Gera das 400. Jubiläum des Gymnasiums nutzen werde, um der Person Heinrich Posthumus mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Er verwies auf die Aufstellung und Präsentation des Sarkophags von Heinrich Posthumus Reuß, der zum nationalen Kulturgut von europäischer Bedeutung gehöre, in der Gruft und den Fundamenten der ältesten Geraer Stadtkirche St. Johannis auf dem heutigen Johannisplatz. Der Sarkophag müsse öffentlich zugängig sein, wünschte sich der Prinz.

( NG/hs, 02.10.2008 )

zurück