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Abenteuer Peking wurde für Geraer Kanuten Realität

Die Schar Geraer Peking-Fahrer war größer als auf dem Marktplatz verabschiedet; nicht nur wegen Angehörigen hoffnungsvoller Olympiade-Teilnehmer. Auch mit Slalomkanuten konnte man rechnen. Selbst, wenn dieses Mal die erfahrene Ex-Lusanerin Mandy Planert nicht im Kunstkanal von Shunyi paddelte, an der Strecke waren sechs aussichtsreiche Mädchen und Jungen, Talente des TSV 1880 Gera-Zwötzen und ihr engagierter Trainer Thomas Küfner. Nicole Sörensen, Sarah Nippert, David Franke, Jeppe Reinhardt, Philipp Reichenbach und Kevin Seyfarth erlebten die erste Fuhre des späteren Olympiasiegers Alexander Grimm im Kajak und wie das chinesisch dominierte Publikum bei Gästen auf Kommando Stimmung machte oder Einheimische frenetisch anfeuerte. Bis dahin war es ein weiter, glückvoller wie fast abenteuerlicher Weg: Rechtzeitig um Peking zum Eröffnungstag der Spiele zu erreichen, starteten sie - die Gewinner der Fielmann-Aktion "Fit für Peking" - mit gesponserten Tickets von Frankfurt via Dubai zur Ganztagsanreise. Die wurde noch am Ankunftsabend in der Olympiastadt mit der versprochenen "Peking-Ente" als erster "Aktion" gekrönt. Dabei hätte das Mahl für sie als Kraftsportler durchaus größer ausfallen können, lacht der 1,95-m-Mann Kevin, der dort öfter das Gefühl hatte, das man ihm nachschaute. Wohl der Länge wegen. Das Kameraaufgebot am Flughafen - "Krass!". Aber natürlich für andere bestimmt.
Am Tage 1 machten sich die Geraer vom zentrumsnahen Quianmen Jianguo Hotel auf zur "Verbotenen Stadt" und schauten sich den Kaiserpalast an. Abends fanden sie einen guten Standort, um das Eröffnungsfeuerwerk über der Stadt zu bewundern. Jetzt waren sie dabei und zeitweise mittendrin. Sie erlebten ausgemachte Freundlichkeit der Freiwilligenhelfer, Hilfsbereitschaft in der U-Bahn, sehr viel neues Parkgrün anstelle vormaliger Siedlungen; Großplakate und Häusermauern, wo man offenbar nicht wollte, dass man dahinter schaut. Sie spürten das Wettkampfgefühl in Olympias Arenen, weil sie Karten für Badminton und Beachvolleyball in der Tasche hatten. Das bedeutete aber z.B. um 6 Uhr früh aufzustehen, damit um Sieben die Plätze für 9 Uhr beginnende Wettbewerbe eingenommen sind. Doch Beach war echt heiß und spannend; selbst wenn die Wassersportler im Regen aufgeweicht von dort weggingen. Das kennen sie ja. Ziemlich einziges Training der Woche - 400 Stufen zur Krone der Großen Mauer in zwanzig Minuten zu erklimmen. Oben hörte zum Glück der Regen auf.
Nur auf gut Glück zogen sie zum Kanupark. Drei Karten reckte da jemand nach oben. Als Küfner ihn ansprach, bekamen sie alle noch ein Billet á 20 Euro. Klar, sie wollten hier ihre Sportart erleben. Bis zu Vorläufen der Canadier mit Jan Bentzien klappte das nun. Nach erster Ansicht zogen sie einen Vergleich mit Markkleebergs Kurs: Etwas runder und für einen starken Wasserabfluss als Hufeisen gebaut. Eine machbar gehangene Strecke mit schwieriger zu beurteilenden künstlichen Hindernissen. Sauberstes Wasser. Gefahren wären sie dort alle gern einmal. Keine Frage des Zutrauens mehr. So ein Erlebnis kann motivieren. Ihr Dank gilt den Sponsoren von Fielmann bis Thorey. Olympia in Peking war sicher noch exotischer als es in London werden kann, mutmaßt Nicole. Wer weiß, vielleicht sieht sie ja in vier Jahren die Arenen als Aktive. Am Wochenende trainierten sie in Prag für ihre Deutschen Meisterschaften der Jugend und Junioren in Markkleeberg. Ob da ab Freitag Jade-Buddhas, Fächer, T-Shirts und andere Peking-Maskottchen etwas helfen?

( Thomas Triemner, 22.08.2008 )

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