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Sabine Berg ist das neue Skater-Sternchen

Inline-Speedskating sucht als nichtolympische Sportart den Aufwind. Gera hat im Juli 2008 nicht nur mit der Rekordbeteiligung von 22 Ländern an der EM für eine frische Brise sorgen können. Das steht für Umberto Urbinati, den Präsidenten der Confederation European Course (CEC), fest.
Die bei der Wahl in Gera bestätigte Nummer 1 der Europäischen Speedskating Kommission erinnerte sich, dass vor 20 Jahren nur acht Länder am Start waren. Jetzt gewänne man besonders die Osteuropäer und leiste Hilfe zur Ausbildung von Kampfrichtern und Trainern. Wenn 2009 in Kopenhagen zur IOC-Sitzung über Änderungen des olympischen Wettkampfprogramms beraten wird, müsse man sich stark verbreitet zeigen und tolle Leistungen der Aktiven in einer sauberen wie populären Sportart vorweisen. Ins Deutsche gebracht hieß das für die Organisatoren, z.B. Fördergelder des Bundes zu lockern. Der EM-Auftritt von Staatssekretär Dr. Christoph Bergner aus dem Bundesinnenministerium als Schirmherr stand genau dafür. Außerdem lief im Hintergrund noch ein viel beachtetes Trainersymposium des Deutschen Rollsport- und Inline-Verbands mit Vorträgen über Verbindungen zwischen Eisschnell-Lauf und Speedskating bzw. Erfahrungen mit Kraft- und Radsporttraining.
Diese acht EM-Tage waren für den weitgehend auf ehrenamtlicher Basis agierenden Rollschnelllaufverein Blau-Weiß Gera voll gepackt mit Aufgaben; aber eigentlich über Monate zuvor schon. Er hat sich all die Komplimente der Offiziellen und der Sportler verdient. Natürlich ist es für alle ein Lohn, dass erneut ein Sternchen für Gera erstrahlte. Am Ende sogar in Höhe eines neuen Stars. Sabine Berg stand beim Schlussbild mit den Italienerinnen Nicoletta Falcone und Erika Zanetti auf dem Siegerpodest. Sie nahm sogar den Pokal als inoffiziell beste Mehrkämpferin in Empfang. Bei ihrem ersten Podiumsauftritt für eine EM-Medaille war es Bronze über 1000 Meter. Ihre Staffel hatte zuvor Bahn-Gold durch einen Sturz eingebüßt. Die Männer fühlten sich im Zielspurt behindert. Man eröffnete Diskussionen um das Mannschaftsklima. Zum Glück gelang Sabine ein großartiger Durchbruch. Die erst am Montag nach der EM 18 Jahre alt gewordene Lokalmatadorin bewies eindrucksvoll den Rangwechsel in der nationalen Szenerie: Sieg im 10.000-m-Punktefahren, dann Gold mit der Auswahlstaffel auf der Straße am Hofwiesenparkplatz und am Ende gar noch Marathon-Beste im Schlußspurt. Falcone mutmaßte im Interview: Wenn Sabine in einer starken Mannschaft führe, wäre sie kaum noch zu halten. Ihr Wort vom Abend vor dem Marathon. Am Morgen war die Tat. Sabine biss sich durch.
Wohl zurecht beschreibt ein Fachmagazin die Speedskaterin 2007 als neue dynamische Werbeträgerin für diese Sportart. Ihr Auftreten war Werbung - für die Stadt, den Verein und den Sport. Ohne, dass wir vergessen, wie Dennis Dressel sich bis ins 500-Meter-Finale kämpfte und Nico Wieduwilt für Staffel-Bronze stritt oder viele Helfer zum Ereignis standen.




( Thomas Triemner, 01.08.2008 )

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