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Mein Name ist einmalig

Nicht verwandt und trotzdem der gleiche Name, Jahrhunderte liegen zwischen den Geburtsdaten und trotzdem die gleichen Buchstaben: G e r a. Neues Gera entdeckte eine ungewöhnliche Namensgleichheit. Nicht nur unsere Zeitung, die nach unserer Heimatstadt benannt wurde, sondern etwas über 510 Kilometer entfernt ist eine junge Frau zu Hause, die den Vornamen Gera trägt.
Dieser Tage besuchte sie mit ihrer Mutter Elvira Bachner unsere Stadt und fand es seltsam, überall ihrem Namen zu begegnen: Gera, meine Stadt; Gera lädt ein; Gera bunt, Gera sagt danke oder Gera begrüßt ihre Gäste. Mutter Elvira lächelt nur dabei. Schließlich hat sie den Namen ausgesucht. Allerdings stand die Stadt im Ostthüringischen nicht Pate. Damals, vor 23 Jahren, kannte sie sie auch noch nicht. "Ich habe in einem alten Buch nachgeschaut und fand Gera dort als Vorname zu Gertrud, Gerlinde oder ähnliche vermerkt. Gera war schön kurz, hatte nur vier Buchstaben und gefiel mir", erzählt sie freimütig. Später habe sie aber schon erfahren, dass es eine Stadt gibt, die so wie ihre Tochter heißt. "Irgendwo da oben", habe man vermutet. Irgendwann sollte Gera ihre Namensvetterin auch einmal kennen lernen. Aber es dauerte noch 23 Jahre.
"Es war ein Weihnachtsgeschenk meiner Mutter von 2006, eine zweitätige Kurzreise nach Gera", freut sich die junge Frau, dass es nun endlich in diesem Sommer verwirklicht wurde. Die beiden Damen reisten mit einem Wohnmobil über Regensburg, Hof und dann über die Landstraße nach Gera, erwischten ausgerechnet die Strecke mit den schlechtesten Bedingungen mit wenig sanierten Häusern und holprigem Kopfsteinpflaster: die Plauensche Straße. Der erste Eindruck von Gera. "Es erinnerte mich an meine Kindertage im alten Wien", gab Elvira Bachner zu. Doch dann auf dem Weg ins Zentrum (das Wohnmobil hatte sie erst einmal in der Plauenschen Straße geparkt) zeigte die Stadt ihr immer schöneres Gesicht. Und das gefiel auch Gera sehr gut.
Sie hat einen Blick dafür, denn die aufgeschlossene junge Frau studiert Tourismus, war in England und ist schon viel in der Welt herumgekommen. Südamerika ist ihr nächstes Ziel. Doch zunächst erholt sie sich zu Hause im Salzburger Land.
Den Abstecher nach Gera genießen die beiden Damen mit ihrem charmanten österreichischen Dialekt. Sie wollen durch den Hofwiesenpark bummeln und sich das Otto-Dix-Haus anschauen. Da lernen sie auf alle Fälle eine der schönsten Ecken unserer Stadt kennen. Und wie findet Gera nun die Stadt und ihren Namen? "Die Stadt ist liebenswert und mein Name ist einmalig".

( Helga Schubert, 18.07.2008 )

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