Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Strom und Energie aus Siedlungsabfällen

Jubiläum bei der SITA Abfallverwertung in Zorbau: Die 1.000.000-ste Tonne Abfall wird verbrannt. Die thermische Restabfall-Behandlungsanlage, ein Unternehmen der SITA Deutschland und der Stadtwerke Gera AG, hatte vor drei Jahren den Betrieb aufgenommen. Rund 120 Millionen Mark betrugen die Investitionen. Die 51 SITA-Beschäftigten sind für die Restabfall-Entsorgung von rund 1,4 Millionen Einwohnern Ostthüringens sowie von Mittelthüringen, Westsachsen sowie Teilen von Sachsen -Anhalt zuständig. "Unsere Anlage gehört zu den innovativsten und modernsten Abfallverwertungsanlagen der Welt," so der Vorsitzende Geschäftsführer Josef Staus.
Entsorgt werden hauptsächlich gemischte Siedlungsabfälle, aber Kunststoffbehälter sowie Krankenhausabfälle, allerdings ohne infektiöses Material. "Wir halten strikt alle Vorgaben zu den Emissionen ein, so gelangen deutlich weniger Schadstoffe in die Umwelt als bei der Deponierung. Darüber hinaus nutzen wir die durch Verbrennung freigesetzten Energien sehr effektiv," so der Geschäftsführer weiter. So wird schon seit dem Gründungsjahr 2005 Elektrizität zur Stromversorgung von rund 40.000 Haushalten über die Energieversorgung Gera vermarktet. In Kürze wird die Anlage auch Fernwärme liefern. Rund 135 Tonnen Dampf entstehen stündlich, die dann zum Teil über den Wärmetauscher eines Partners umgewandelt werden. Voraussichtlich noch in diesem Monat sollen damit das Gewerbegebiet und die Gemeinde Zorbau versorgt werden. Damit kann das erheblich verteuerte Erdgas in diesem Bereich ersetzt werden.
Das Gebäude ist von der Autobahn in Höhe Weißenfels weithin sichtbar. 60 bis 80 Fahrzeuge bringen täglich den Hausmüll und kippen die Abfälle in den rund 8000 Tonnen fassenden Müllbunker oder er wird zu Ballen gepresst, die mit einer Kunststoff-Folie ummandelt sind. Damit kann der Abfall mehrere Wochen auf einem speziellen Gelände gelagert und bei Bedarf der Verbrennung zugeführt werden. Auf diese Weise wird eine kontinuierliche Produktion rund um die Uhr gewährleistet.
Selbstverständlich wird alles angelieferte Material einer Sicherheitsprüfung unterzogen. Das beginnt unmittelbar am Werktor, wo dass Fuhre auf radioaktive Reste untersucht wird. Rund 100 kleinere Beanstandungen hat es gegeben, die Überwiegend von Material aus Krankeneinrichtungen bestanden. Eine Gefahrensituation ist aber nie aufgetreten. Stolz ist das Management auch darauf, dass bisher kein Arbeitsunfall zu verzeichnen ist.
Die gesamte Anlage ist eine ingenieurtechnische Meisterleistung. Für jeden Besucher - und das waren seit Bestehen rund 4000 - ist sichtbar, dass keine Abgasbelastungen eintreten, das Gesamtvolumen des Verarbeitungsgutes wird auf zehn Prozent der Ausgangsmenge reduziert und die anfallende Schlacke wird weiter verarbeitet, so u.a. für den Straßenbau.


( Reinhard Schubert, 11.07.2008 )

zurück