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Entdeckungsreise durch Baukultur und Kunst

"Wir öffnen unsere Türen und lassen uns auf die Finger schauen", lud Hartmut Strube, Präsident der Architektenkammer Thüringen zum Tag der Architektouren am 28. und 29. Juni in Thüringen ein. Die Entdeckungsreise durch Baukultur und Baukunst, durch Städtebau und Landschaftsgestaltung führt durch 30 Kommunen Thüringens. Dabei präsentieren die Architekten mit den jeweiligen Bauherren 93 Objekte des zeitgemäßen und qualitätsvollen Bauens. Trotz stagnierenden Baugeschehens könnten zwölf Bauvorhaben mehr als im vergangenen Jahr gezeigt werden.
"Architektur belebt" ist das Motto der diesjährigen Veranstaltung. Dabei würde nicht nur die Umsetzung des Bauvorhabens verdeutlicht, sondern es gehe auch um neue Anforderungen und zeitgemäße Gestaltung. Jetzt gehe es kaum noch um neu entwickelte Wohnraumflächen am Stadtrand, sondern um eine Mischung aus Sanierung, Umbau und Neubau. "Auch bei uns steht Qualität vor Quantität", beschrieb er die Möglichkeiten der Architekten, die nach neuen Ideen suchen. Die Architektenkammer Thüringen hat 1950 Mitglieder. Die Anzahl der Büros habe sich zwar erhöht, die Zahl der Mitarbeiter sei jedoch geblieben, stellte er fest. Für den Tag der Architektouren müssen sich die Kammermitglieder bewerben, und eine Jury entscheidet, wer sich präsentieren darf. In den letzten zwei Jahren sei jedoch kein Projekt "entgleist", sagte der Präsident nicht ohne Stolz.
In Gera sind die Architekten mit neun Paradebeispielen dabei. Baudezernent Ramon Miller freut sich besonders über die Steigerung in den letzten Jahren. 2005 waren es zum Beispiel nur fünf Objekte. Dass die Bundesgartenschau 2007 einen großen Anteil an der Entwicklung habe, sei nicht von der Hand zu weisen räumte er ein. Sie ermöglichte erst viele Bauvorhaben der Stadt und anderer Bauherren. Zum Tag der Architektouren ist natürlich das größte Sanierungsobjekt der vergangenen Jahre dabei: das Theater. Hinzu kommt der vieldiskutierte Neubau der Bühne am Park. Es schließen sich an die Freiflächengestaltung Orangerieplatz/Gutenbergstraße mit dem Freiluftpavillon und der Neubau Pavillon im Hofwiesenpark sowie der Kubus des Pavillons am Stadionvorplatz. Wie aus einem Stahl Service Center und einem Systemlieferanten für die Automobilindustrie ein zusammenhängender Gebäudekomplex wurde zeigt der Neubau des Werksgebäudes der Friedhelm Loh Group. Beispiele für eine sinnvolle und herausragende Umgestaltungen von Plattenbauten zeigen die Komplexe Birkenstraße 30 bis 36 und Pößnecker Straße 1 -17, 2 - 26 sowie Zeulenrodaer Straße 27 - 35 in Lusan. Aus einer Dorfschule vorn 1902 und einem Anbau von 1970 wurde die Förderschule für geistig behinderte Menschen in Röpsen. Sie ist ebenfalls zu besichtigen, wie auch das adrette kleine Service-Center an der Wendeschleife Zwötzen der Straßenbahn.
Wer sich auf eine weitere architektonische Entdeckungsreise begeben will, kann das Feenweltchen in Saafeld, die Wisentahalle in Schleiz oder Objekte in Jena, Pößneck, Unterwellenborn, Lederhose oder Weida besuchen. Insgesamt sind es 29 Beispiele. (Infos über Zeiten, Architekten und Bauherren unter www. tag-der-architektouren.de)

( 20.06.2008 )

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