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Feuerwehr Retter in der Not

Die Feuerwehr ist tagtäglich rund um die Uhr immer erreichbar. Das wüssten viele Bürger zu schätzen, lobte Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm. Sie ist nicht nur bei Brandbekämpfung im Einsatz, sondern beseitigt Gefahren, leistet Hilfe und rettet nicht zuletzt Menschenleben. Anerkennung zollte der Oberbürgermeister dabei auch den 14. freiwilligen Feuerwehren mit 303 Aktiven, die in mehreren Ortsteilen stationiert sind und die Berufsfeuerwehr hervorragend unterstützen. "Diesen Feuerwehrleuten, die neben ihrer beruflichen Tätigkeit im Einsatz sind, gebührt ein großes Dankeschön", würdigte er sie.
Ludwig Geiger, Fachdienstleiter Brand- und Katastrophenschutz, unterstrich, dass die Berufsfeuerwehr auf das Engagement der Kameraden der freiwilligen Feuerwehr angewiesen ist. "Ohne sie wären größere Einsätze oder Katastrophen gar nicht zu bewältigen", ist er sich sicher. Allerdings mache die Nachwuchsgewinnung Sorge. In einigen Ecken gebe es bereits keine freiwillige Feuerwehr mehr, und nun kämpfe die Hermsdorfer ums Überleben. Tagsüber sei es auch oftmals schwer, auf die Kameraden zurückzugreifen, da sie außerhalb arbeiten. Bei der Berufsfeuerwehr indes sind 23 Beamte im Bereitschaftsdienst. Ludwig Geiger machte darauf aufmerksam, dass durch die Verwaltungsstrukturreform auch bei der Feuerwehr Stellen abgebaut werden. Seit 2005 waren es zwölf. Bis Ende 2007 waren noch 149,25 Stellen besetzt. Vorgesehen sind 101 Stellen bis zum Jahr 2012.
Dr. Vornehm räumte ein, dass gerade bei der Berufsfeuerwehr Veränderungen nur mit Augenmaß vorgenommen werden könnten. In den nächsten Jahren gingen 25 Beamte in Pension. Der Altersdurchschnitt liege bei Mitte 40, so dass erwägt würde, Jüngere nachrücken zu lassen. Der Fachdienstleiter machte auf die körperliche Fitness aufmerksam, die ein Feuerwehrmann nun einmal haben muss. Neueinstellungen sind jedoch in nächster Zeit nicht vorgesehen, bestätigte der Oberbürgermeister.
Insgesamt fuhren die Feuerwehrleute in Gera im vergangenen Jahr zu 972 Hilfeleistungen und 314 Bränden aus. Schwerpunkt war der Bereich Mitte mit 585 Einsätzen, während zwischen Heinrichsbrücke und südlichem Stadtrand 270 Einsätze gezählt wurden. Für das Gebiet zwischen Autobahn A4 und der nördlichen Stadtgrenze stehen 104 Alarmierungen zu Buche. 156 Bürger konnten bei Hilfeleistungen - oft auch Verkehrsunfällen - gerettet werden. 38 Personen konnten nur noch tot geborgen werden. 215 sich in Not befindenden Menschen wurden befreit sowie auch 145 Tiere. Außerdem war die Feuerwehr bei der Beseitigung von 184 durch "Kyrill" verursachten Sturmschäden zur Stelle und war bei Wasserschäden, Verkehrsunfällen und zur Beseitigung ausgelaufener Flüssigkeiten im Einsatz.
Alle Anrufe kommen in der zentralen Leitstelle Gera an, die neben der Stadt Gera auch für die Landkreise Altenburger Land und Greiz zuständig ist. 2007 wurden hier 93 252 Einsätze in Sachen Hilfeleistungen koordiniert.
"Nicht immer eine leichte Aufgabe für den Diensthabenden", räumte Ludwig Geiger ein, denn in wenigen Minuten müsse dieser die richtige Entscheidung treffen. An Feiertagen seien diese auch oft Tröster für einsame Menschen.

( 20.06.2008 )

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