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Wohnpark ist Schmuckstück für unsere älteren Bürger

Es kommt nicht oft vor, dass Bauvorhaben vorzeitig übergeben werden können. Die Wohnungsbaugenossenschaft "Aufbau", größte unter den fünf in Gera tätigen Unternehmen, hat es dagegen geschafft. Nach nur einjähriger Bauzeit und damit vier Wochen vorfristig konnte sie jetzt zur offiziellen Eröffnung eines attraktiven Wohnparks für Senioren im Stadtteil Tinz einladen. Für etwa sechs Millionen Euro Baukosten unter Nutzung von Fördermitteln hat die WBG mit diesem für sie bisher einmaligen Projekt ein schönes Steinchen ins Mosaik des Geraer Stadtumbaus eingefügt.
Das erklärt auch, warum Vorstand Stefan Keim zum Einweihungszeremoniell die Geraer Sozialdezernentin Christiane Neudert begrüßen konnte, wie auch Olaf Langlotz, Vertreter des Thüringer Bauministeriums, und Hans-Joachim Ruhland, Verbandsvorsitzender der Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Ist das Vorhaben doch mitgetragen worden von der Stadt, der Sparkasse und der KfW-Bank. Und als Novum sei erwähnt: Erstmals haben sich von den fast 4.000 Genossenschaftsmitgliedern eine ganze Anzahl an der Finanzierung beteiligt, was ihnen Vorteile bei der Mietpreisbindung bringt.
Herausgekommen ist eine sehenswerte Wohnanlage für betagte Mitbürger, die ihnen zu einem moderaten Mietpreis selbstbestimmtes, individuelles und modernes Wohnen mit nach Bedarf umfangreichen Serviceleistungen ermöglicht. Kein Wunder, wenn bereits ein Großteil der Wohnungen ausgebucht ist. Die Bauleitung überreichte als Symbol der Eröffnung dem Aufsichtsrat und dem Vorstand einen riesigen wunderschön mit Blumen gestalteten Schlüssel.
Bei der anschließenden Besichtigungstour, an der auch voller Neugier die Spitzen der vier weiteren Geraer Wohnungsbaugenossenschaften teilnahmen, konnten sich die Gäste vom gelungenen Werk überzeugen. In der parkähnlichen Wohnanlage finden Interessenten auf 3.810 Quadratmetern Wohnfläche zur Auswahl 73 barrierefreie Wohnungen, als tolle Idee zwei Gästewohnungen, eine Begegnungsstätte sowie Bereiche für Kommunikation und Dienstleistungen vor. Das Besondere des Objektes auf dem 11.700 Quadratmeter großen Grundstück ist die bis dahin noch nie realisierte Kombination von alter Bausubstanz mit neuen Anbauten.
Dahinter verbirgt sich folgendes: Die WBG erwarb das Schulgebäude des ehemaligen Förderzentrums in Tinz. Das Gebäude war seit 2004 ungenutzt und geriet zu einem Schandfleck in der ansonsten ansehnlichen Umgebung. Dann ging’s ans Sanieren und Modernisieren der Klassenzimmer. Ergebnis: 33 schmucke Wohnungen. Gleichzeitig wurde ein Anbau, ein Neubau mit zwei Flügeln, hochgezogen, der 42 Wohnungen brachte. Die Planerin und Bauleiterin Heike Wolfram und ihr Team leisteten ganze Arbeit. Erfreulich dabei auch: Den Um- und Neubau meisterten in guter Qualität vor allem 25 beteiligte einheimische Unternehmen.
Hervorhebenswert ebenso: Die Wärme für die Anlage kommt von einem gasbetriebenen modernen Blockheizkraftwerk. Der dabei entstehende Strom dient der Betreibung von Gemeinschaftsanlagen und hilft, die Betriebskosten für die Mieter zu senken.

Zur Erinnerung an die nun umgestaltete ehemalige Bildungseinrichtung erhielt der Seniorenwohnpark den Namen "Zur alten Schule". Diese Benennung findet nicht bei allen Zustimmung. Doch sei es wie es sei: Die verkehrsgünstig gelegene betreute Wohnanlage inmitten einer kleinen Parklandschaft bereichert in der Otto-Dix-Stadt auf erfreuliche Weise das Angebot an Wohnungen, die den Bedürfnissen der älteren Generation Rechnung tragen.





( Harald Baumann, 12.06.2008 )

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