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Ein schrecklich nettes Hofgutkabarett

Der kabarettistische Einstand im Hofgut ist gelungen. Was da in der Kürze der Zeit im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Boden gestampft wurde, kann sich durchaus sehen lassen. Eine Bühne wurde gezimmert, Stühle mit Sitzkissen (sogar bequemer als im Mutterhaus im Rathaushöhler), Tische, Stühle und Tresen für den Gastraum wurden angeschafft, und sogar etwas Warmluft fließt in die Räume, die sicherlich noch die eine oder andere Zuwendung bedürfen, aber das gesamte Ambiente entwickelt ein völlig neues Zuschauergefühl.
Eva-Maria Fastenau und die gesamte Fettnapp-Crew hat sich auf für sie sie alle kabarettistisches Neuland begeben. Zum ersten Mal wird ein durchgängiges Mehrpersonenstück auf die Bühne gestellt. Die Texte stammen von Eva-Maria Fastenau, Horst Schlebe und dem gesamten Team. Es entstand eine kabarettistische Komödie mit dem Titel "Eine schrecklich nette Gersche Familie - Familie Osterstein zieht um". Zur Familie gehören Yvonne Osterstein (Lys Schubert), eine sehr adrette schnuckelige Enddreißigerin, die nicht auf den Mund gefallen ist, eine richtige Gersche eben, dann Karl-Heinz Osterstein (Jens Hahn), der sich vor der Hausarbeit drückt, wo er kann, aber ewig Dorscht hat, ein richtiger Gerscher eben. Bei Tochter und Schwiegersohn lebt der Opa (Norbert Schultz), der sich allzu gerne an rote Zeiten erinnert, und zu Besuch ist dessen Schwester, Tante Hildegard aus Dresden (Gisela Hinzelmann), eine schrullige kleine Person mit verschrobenen Ideen.
Und wie ist es, wenn eine Familie umzieht? Sie streitet sich. So ist es bei den Ostersteins nicht anders. Eigentlich müsste Opa ins Heim, aber wer soll’s bezahlen? Opa braucht eine Pflegestufe, aber wie das nun wieder anstellen? Der Zuschauer erfährt’s. Das Spiel der vier geht zügig voran. Die Akteure werfen sich die Pointen wie die Bälle zu, und es fehlt auch nicht bis zum Schluss an Komik und an Spannung. Es gibt Szenenapplaus und viele Lacher. In den kabarettistischen Texten ist Kritik an Politik und Staat untergebracht, am gesellschaftlichen Milieu, mit dem sich viele Familien herumschlagen müssen, aber auch Differenzen, die in den besten Familien vorkommen, werden auf’s Korn genommen.
Die Ostersteins haben alle Chancen, sich das Hofgut als Kultstätte zu erobern - ein Volkstheater, das schwebt der Chefin vor. Zunächst kann der schrecklich netten Gerschen Familie jeweils an den Wochenenden im Mai zugeschaut werden (Karten über die bekannte Teleon-Nummer (0365)2 31 31).
Die nächste Premiere im Hofgut ist am 29. Mai mit Eva-Maria Fastenau, Thomas Puppe und Michael Horacek "Kennen Sie den Unterschied? - Witze gestern und heute".

( Helga Schubert, 09.05.2008 )

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