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Größte Fledermaus-Kolonie Europas

Die kleine Gemeinde Hundhaupten - reichlich zehn Autominuten von Gera entfernt - hätte einen ganz besonderen Titel verdient: Europas Fledermaus-Hauptstadt. Wenn es diesen Titel nur geben würde! Schließlich hat sie in ihren Mauern die größte Fledermaus-Kolonie Europas, besser gesagt die kleinen "Säuger der Lüfte" leben im Kirchturm von St. Annen. Ihre Ruhe darf nicht gestört werden, nur wenn es die inzwischen schon 3. Hundhauptener Fledermausnacht am 25. April geben wird, kommt quirliges Leben ins Dorf, denn die 320 Einwohner der Gemeinde rechnen wieder mit regem Besuch. Und damit haben sie Erfahrung, im Juni 2001 hatte hier sogar der Europatag der Fledermaus stattgefunden. Auch in diesem Jahr ist man auf den Besuch der Gäste aus nah und fern bestens eingerichtet, die Fledermausfreunde haben sich mit der Kirchgemeinde, dem Gemeinderat und mehreren Sponsoren zusammengetan, um zu zeigen, dass Hundhaupten als "Heimstatt" für die Fledermäuse seinen guten Ruf verteidigen wird. Dabei soll es trotzdem ruhig zugehen, was aber nicht heißen soll, das es nichts zu erleben gibt.
Immerhin werden fünf Busse mit Besuchern allein aus Gera erwartet, in der Kirche wird die restaurierte Orgel erklingen und es gibt auch für die Kinder ein kostenloses Pony-Reiten, man kann Nistgästen für die Fledermäuse unter fachlicher Anleitung bauen oder Vorträgen und Vorführungen lauschen.
Martina Schweinsburg, die Greizer Landrätin, wird über den Artenschutz im Landkreis sprechen, der Naturschutzbund Deutschland ist vor Ort und Dietmar Nill, einer der profiliertesten Naturfotografen Deutschlands ist der Einladung nach Hundhaupten gern gefolgt.
Höhepunkt dürfte aber die Bildübertragung aus der Fledermaus-Kolonie im Kirchturm sein, die mittels dreier Infrarot-Kameras in den Kirchenraum erfolgen wird.Das wird mit Sicherheit ganz spannend,
Somit rücken die Gemeinde Hundhaupten und ihr Ortsteil Markersdorf wieder einmal in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Das stimmt schon, meint Bürgermeisterin Gerlinde Pätzold-Häselbarth, denn schließlich sei ihre Gemeinde auch durch das Markersdorfer Gondelfest mit dem beliebten Mondscheingondeln bekannt. Der Teich soll in diesem Jahr wieder ganz in Ordnung gebracht werden soll, außerdem will man einen Spielplatz für die jüngsten Hundhauptener Bürger anlegen. All das soll dazu beitragen, dass die Gemeinde ihre Selbständigkeit behält, so die Bürgermeisterin, schließlich habe auch Thüringens Ministerpräsident Althaus betont, dass die Verwaltungsgemeinschaften im Freistaat eine Perspektive haben sollen.
Pastorin Michaelis ist stolz auf die Ortskirche St. Annen, die ein architektonischer Schatz sei und bereits im Jahre 1238 erstmals urkundlich erwähnt worden ist. Und sie ist froh über die Entscheidung der Kirchenältesten, auch in diesem Jahr die Tore des Gotteshauses für alle Besucher zu öffnen, um zu zeigen, wie ein kleiner Beitrag zur Erhaltung der Schöpfung geleistet werden kann. Und schließlich gibt es in der Umgebung noch das romantische Hegebachtal und die Orchideenwiesen, die heute noch als Geheimtipp der Wanderfreunde gelten. Auf jeden Fall heißt sie alle in Hundhaupten herzlich willkommen!

( Reinhard Schubert, 18.04.2008 )

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