Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Stadttheater mit Sehnsüchten und Hoffnungen

"Wir sind ein Stadttheater und haben die gleichen Sehnsüchte und Hoffnungen der Menschen, die hier in der Region zu Hause sind", umschrieb Generalintendant Prof. Matthias Oldag den Status der Theater&Philharmonie Thüringen (TPT) mit den Häusern Bühnen der Stadt Gera und Landestheater Altenburg. Kunst sei wichtig und nötig, aber wenn keiner kommt, nütze sie nichts, resümierte er zur Pressekonferenz zum Spielplan 2008/09. Doch in dieser Hinsicht können der Theaterchef und seine Mannen ganz zufrieden sein, denn die Zuschauerzahl ist bis zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 11.117 angewachsen. Von Beginn der Spielzeit 2007/08 bis Ende Februar wurden 99.755 Besucher registriert.
Besonders erfreut ist der Generalintendant, dass trotz Erhöhung der Preise und Überarbeitung des Rabattsystems, das gerade für Senioren mit Mehrkosten verbunden ist, erstmals seit 2004 die Abonnentenzahlen wieder steigen. Natürlich seien auch mehrere hundert Abonnenten abgesprungen, räumt er ein, doch letztendlich ständen 20 mehr auf dem Papier.
Drei Säulen zählt der Generalintendant auf, die dazu beitragen, dass das TPT funktioniert. Zum einen seien dies die Zuschüsse vom Land und den tragenden Gebietskörperschaften. Während das Land die Zuschüsse um 200.000 Euro gekürzt hat, könnte von Gera und Altenburg mit den gleichen Mitteln gerechnet werden. Zweitens sei es die Belastungen des Publikums durch die Eintrittspreise.
Sie seien höher geworden, gab er zu. "Wir mussten die Preisreform durchführen", sagte er. Aber innerhalb Thüringens lägen die Theater Gera und Altenburg noch in der Mitte. Und als dritte Säule, auf die sich das TPT stützen kann, erwähnte er die Opfer der Mitarbeiter, die auf einen Teil ihrer Gage verzichten, um so ihren Arbeitsplatz zu halten. "Alles mit allem haben wir somit ganz rentable Zukunftspläne", stellte Prof. Oldag fest.
Die Zukunftspläne manifestieren sich in einen sehr abwechslungsreichen und spannenden Spielplan in jeder Sparte. Es gibt viel zu entdecken. Wie zum Beispiel die deutsche Erstaufführung der Oper "Scharlatan" von Pavel Haas, die die Reihe der Wiederentdeckungen, in der "Die tote Stadt" von Erich Wolfgang Korngold, "Die Ausflüge des Herrn Brouãek" von Janáãek oder "Vanessa" von Samuel Barber schon auf großen Beifall gestoßen waren, fortsetzt.
Ein Höhepunkt in der Musiktheater-Saison ist ohne Zweifel auch Alban Bergs "Wozzek" nach Georg Büchner. Dieser Meilenstein in der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts wird in der Regie von Matthias Oldag und unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Eric Solén aufgeführt. Rossinis "Barbier von Sevilla" und die unsterbliche "Fledermaus" von Johann Strauß bringen für jeden Publikumsgeschmack etwas auf die Bühne. Und mit jugendlichen Darstellern und atemberaubender Choreografie wird das Erfolgs-Musical "Fame" inszeniert.
Im Schauspiel ist man dicht dran am Puls der Zeit. So bleibt bis kurz vor der Premiere Titel und Autor einer Uraufführung ein großes Geheimnis. "Ich freue ich, wenn applaudiert wird, aber ich freue mich auch, wenn das Publikum still und betroffen ist", überlegte Prof. Oldag, wichtig sei, die Kunst mit entschlossener Energie zu fördern.





( HelgaSchubert, 27.03.2008 )

zurück