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"Miteinander - Füreinander" mit Leben erfüllen

Eigentlich sind die zwei Enkel des 63-jährigen ehemaligen Direktors der Bau-Berufsschule, Dr. Wolfgang Heinig, schuld, dass er sich in der Volkssolidarität engagiert. Sie besuchten die Kindertagesstätte der Volkssolidarität "Am Schreberweg", und hier habe er viel über die Wirkungsweise des Wohlfahrtsverbandes, dessen Motto "Miteinander - Füreinander" ist, kennen gelernt. 2003 wurde er Mitglied, später in den Kreisvorstand gewählt und seit Februar ist er sogar der neue Vorsitzende und löst damit Christiane Neudert ab, die aus dem Amt wegen des großen Arbeitsaufwandes in ihrer Funktion als Sozialdezernentin ausgeschieden ist. "Ich hatte in meinem Ruhestand einige Freiräume", lächelt er. Außerdem habe er mit Winfried Wunderlich, Heinz Nikulla als Stellvertreter und den anderen Vorstandsmitgliedern engagierte Menschen an seiner Seite.
Trotzdem weiß Dr. Heinig, dass das neue Amt keine leichte Aufgabe sein wird. "Schließlich versucht man ja auch, als d e r neue Mann, ein Profil zu setzen und den Verband voranzubringen", gibt er zu. Das Wichtigste sei ihm zunächst die Stabilisierung des Mitgliedsverbandes, Struktur und Profil zu schärfen und das aktive Leben in den Ortsgruppen zu fördern. Zum Kreisverband Gera der Volkssolidarität gehören 4000 Mitglieder in 82 Ortsgruppen in der Stadt Gera und im ehemaligen Landkreis (jetzt Landkreis Greiz). Außerdem unterhält der Kreisverband zwei große Sozialstationen und sechs Begegnungsstätten. In den zwölf Kindertagesstätten werden rund 1000 Kinder von 133 Erzieherinnen betreut. Insgesamt sind bei der Volkssolidarität 220 Mitarbeiter beschäftigt. Hinzu kommen die vielen ehrenamtlich Tätigen, ohne die eine umfassende Arbeit nicht möglich wäre.
Dr. Heinig will deutlich machen, dass die Volkssolidarität nicht nur eine Organisation für Senioren ist, sondern sie kümmere sich um alle Menschen, vor allem sei das generationsübergreifende Wirken wichtig. Neben der verstärkten Beratung für Senioren zum Beispiel zu Rentenfragen oder zum Umgang mit elektronischen Geräten schwebe ihm auch eine Erziehungsberatung für junge Eltern vor. Zur Verstärkung der allseitigen Bildung sollen die Kindereinrichtungen ein eigenes Profil erhalten. Für Dürrenebersdorf könnte er sich Natur und Wald vorstellen, für andere Einrichtungen das bewusste Essen oder Sprachentwicklung. Da jedoch der Betreuungsschlüssel für alle Kindereinrichtungen am "unteren Level" liegt, sei dieses Vorhaben schwierig. Umso mehr lobt Dr. Heinig die Tätigkeit der Fördervereine, die sich um Ausstattung und finanzielle Unterstützung bemühen. Positiv würden sich auch Patenschaften mit Unternehmen oder die Vernetzung von betreuten Wohnanlagen mit Begegnungsstätten auswirken.
"Wohlfahrt muss man sich jedoch leisten können" erinnert der Vorsitzende daran, dass auch der Kreisverband nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten arbeiten muss und Fördermittel immer geringer ausfallen. Deswegen stehe auch die Mitgliederwerbung im Vordergrund und sei man auf Spenden und Sponsoren angewiesen. Nur so könnte der Kreisverband seine Tätigkeit als Dienstleister für sozial Schwache erfüllen. Dr. Heinig ist zunächst bis 2010 zum Vorsitzenden gewählt.

( Helga Schubert, 20.03.2008 )

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