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Thema Bauen in einer Hand

Die Geraer Stadtverwaltung soll bis 2012 die dienstfreundlichste Verwaltung in Deutschland werden. Dieses ehrgeizige Ziel hat sich Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm gestellt und sieht es jetzt wieder ein Stückchen näher gerückt. Anfang des Jahres wurde der Zentrale Bauservice in der ersten Etage des seit einem Jahr bestehenden Stadtservice H 35 in der Heinrichstraße eröffnet. "Alles, was sich um das Thema Bauen renkt, können die Bürger nun aus einer Hand in Anspruch nehmen", freut sich der Rathauschef. Damit soll der oft mühsame und zeitraubende Weg für künftige Bauherren ein Ende haben. Bis zu acht unterschiedliche Bereiche an oft unterschiedlichen Standorten musste er je nach Anliegen aufsuchen. Nun steht ihm ein Ansprechpartner, der alles für ihn in die Hand nimmt, zur Verfügung.
Im Bauservice können 16 verschiedene Anträge zum Bauen gestellt werden, wie zum Beispiel Anträge auf Baugenehmigung, Genehmigungsfreistellung, sanierungsrechtliche Genehmigung, denkmalschutzrechtliche Erlaubnis, Fällgenehmigungen, aber auch Förderprogramme der Wohnungsbauförderung und der alternativen Energiequellen. Der Servicemitarbeiter koordiniert im Hintergrund in enger Zusammenarbeit mit den künftigen Fachdiensten, erteilt Auskünfte, gibt Hilfestellung und berät. "Wir wollen Verfahren, Entscheidungswege und Bearbeitungszeiten verkürzen", erklärte Dr. Vornehm. Eine solche fachbereichübergreifende Arbeitsweise sei für den Bürger und für die Verwaltungsabläufe effektiver. Außerdem gehörten somit auch widersprüchliche Aussagen oder Entscheidungen der Ämter der Vergangenheit an, betonte er. Bereits im Vorfeld von Bauanträgen soll im Bauservice eine qualifizierte Beratung für den Bauherren von größeren oder auch kleineren Bauvorhaben erfolgen, um nachfolgende Anträge und Verfahren möglichst ohne Zeitverzug und Komplikationen durchführen zu können, stellt der Oberbürgermeister die Arbeitsweise vor. Nach einer ersten Vorprüfung werden die Anträge bei den zuständigen Fachdiensten bearbeitet. Auch alle zum Bauen erforderlichen Dokumente wie Genehmigungen, Erlaubnisse, Gebührenbescheide und öffentlich-rechtliche Bescheinigungen werden zentral verschickt.
Leiterin des elfköpfigen Teams ist Yvonne Winefeld, die mit ihrer 13-jährigen Tätigkeit im Hauptamt über umfangreiche Verwaltungserfahrungen verfügt, zumal sie sich davon sieben Jahren um das Bauen gekümmert hat. Ihr Ziel im neuen Bauservice: "eine Bearbeitungszeit von zwei Wochen". Als Vorteil sieht sie, dass schon bei der Annahme festgestellt werden kann, was fehlt und dass sich alle Mitarbeiter an einen Tisch setzen, um zu beraten, wie das Problem für den Bürger am besten gelöst werden kann. "Das Kommunizieren über Ämtergrenzen hinweg ist ein wechselseitiger Lernprozess", meinte sie. Baudezernent Ramon Miller hofft, dass die Verwaltungsarbeit dadurch transparenter wird, vor allem auch nach innen. Im Bauservice nehmen die Mitarbeiter auch Abbruchanzeigen und Anfragen entgegen, verkaufen analoges und digitales kartographisches Material und Verkehrsdaten, vereinbaren erste Beratungen für größere Bauvorhaben oder geben Einsicht in die elektronische Bauakte, zählt Yvonne Winefeld die Aufgaben auf. Auch Merkblätter, Informationsmaterialien oder Vordrucke liegen aus. Geöffnet hat der Bauservice Montag bis Sonnabend 8 bis 20 Uhr.

( Helga Schubert, 11.01.2008 )

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