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Investition sichert Baurecht für Flugplatzerweiterung

Im Frühjahr wird die Landebahn auf dem Flugplatz Gera-Leumnitz erweitert. Geplant ist, einen so genannten Wendehammer für die Flugzeuge zu errichten, der die Abwicklung beschleunigt und die Sicherheit auf dem Verkehrslandeplatz erhöht. Die Flugbetriebsgesellschaft mbH Gera (FGG) wird damit den erhöhten europäischen Sicherheitsvorschriften für den Flugverkehr gerecht, teilte FGG-Geschäftsführer Erich Engel mit.
Die Baumaßnahme soll in Abstimmung mit der Stadtverwaltung Gera Anfang Januar ausgeschrieben werden, um im Frühjahr bauen zu können, so Engel weiter. Die Gesamtkosten werden auf rund 200.000 Euro geschätzt. Das Land Thüringen fördert die Investition mit einem Zuschuss in Höhe von 60 Prozent, den fehlenden Eigenanteil sichert die 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Gera AG über die Muttergesellschaft. Die Voraussetzungen für einen Baubeginn im Frühjahr seien gegeben. So habe die FGG den Eigentümern der bisher gepachteten Flugplatzgrundstücke Kaufangebote gemacht; die für den Erwerb nötigen Fördermittel seien bereits bewilligt. Mit einem positiven Förderbescheid für die Baukosten rechne die FGG in Kürze, so Engel weiter. Ausführungsplanung und Ausschreibung seien darüber hinaus ebenfalls vorbereitet.
"Mit dieser Teilmaßnahme sichern wir das Baurecht für das Gesamtvorhaben zur Verlängerung der Rollbahn von derzeit 750 Meter auf 1220 Meter", so Engel weiter. "Für diese Investition gibt es aber noch keine Förderzusage." Die voraussichtlich über drei Millionen Euro teure Erweiterung, so dass künftig wieder Luftfahrzeuge mit einem Startgewicht von vorläufig 9,5 Tonnen in Leumnitz landen könnten, sei ohne die beantragten Zuschüsse aus dem Programm "Gemeinschaftsaufgabe Aufbau Ost" (GA) aber nicht finanzierbar, betonte Engel. "Wir sehen den Baubeginn als Signal dafür, dass die Stadt und die FGG den Ausbau weiterhin wollen. Die jetzt geplante Erweiterung kann nur ein erster Schritt sein." Gegenüber dem Thüringer Verkehrsministerium würden Stadtverwaltung und Flugbetriebsgesellschaft nicht nachlassen, auf die verkehrliche Bedeutung des Flugplatzes für den Wirtschaftsstandort Gera hinzuweisen. "Wir brauchen die Verlängerung, um unsere Leistungsfähigkeit zu erhöhen und unsere Rolle für die gewerbliche Luftfahrt in der Region wahrzunehmen."
Die Zahlen geben der FGG Recht: Auch ohne die angestrebte Startbahnverlängerung ist das Interesse an der gewerblichen Nutzung des Landeplatzes Gera-Leumnitz konstant gut.
Seit 2004 wickelt die FGG durchschnittlich 1960 gewerbliche Flüge pro Jahr ab und verbuchte mit 2304 Starts und Landungen im vergangenen Jahr einen neuen Höchstwert. Im Werksverkehr steigt die Nachfrage stetig: Bis Anfang Dezember zählte die FGG 569 Starts und Landungen, nach 562 im gesamten Jahr 2006 und 505 im Jahr 2005. Insgesamt wurden in Gera-Leumnitz bis Anfang Dezember 12.028 Flugbewegungen gezählt. Im gesamten Vorjahr waren es 13.968 Starts und Landungen gewesen, 2005 insgesamt 12.716.
"Das Jahr 2006 war aber in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnliches Jahr mit der Fallschirm-Weltmeisterschaft in Leumnitz und starken Sommermonaten von Juni bis September, was den Sportfliegern, Fallschirmspringern und den Anbietern von Rundflügen zugute kam", ordnet Erich Engel die Zahlen ein. Gerade in diesem Bereich konnte Leumnitz im BUGA-Jahr natürlich deutlich zulegen: Um 74,9 Prozent auf 925 Flüge (2006: 529, 2005: 555), hingegen gab es einen erheblichen Rückgang bei den Ultraleichtflugzeugen, so Engel weiter.

( 21.12.2007 )

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