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"Buke" steht für Bücher, Kunst, Unterhaltung und Entspannung

Für Rosemarie Züge-Gutsche und ihre Familie war der gestrige Mittwoch ein großer Tag. Endlich wurde ihr Traum vom Lesecafé wahr. Mit großer Geduld und nach mehreren Rückschlägen steht ihr Buke - "das Wort steht für Bücher, Unterhaltung, Kunst und Entspannung", lächelt sie - allen Kunden zur Verfügung. Einige Stufen müssen diese schon hinabsteigen, um dann in eine Atmosphäre einzutauchen, die dem Namen alle Ehren macht. Und Rosemarie Züge ist glücklich. Seitdem ich das Haus in der Großen Kirchstraße 12 gekauft und Brendels Buchhandlung übernommen habe, trage ich mich mit dem Gedanken, den Keller für Veranstaltungen ausbauen zu lassen", sagt sie.
Schon immer fanden Kunden in der Buchhandlung ein herzliches Willkommen, auch wenn sie nur einmal stöbern oder reden wollten. Sie konnten es sich auf dem Sofa bequem machen, eine Tasse Kaffee trinken, etwas lesen oder ihre Sorgen loswerden. Aber dieser Zustand befriedigte die Buchhändlerin nicht. "Muttis mit ihren Kindern hatten nicht genügend Ruhe, und es war einfach zu wenig Platz", erzählt sie. Auch bei den monatlichen Buchlesungen oder anderen Veranstaltungen platzte die Buchhandlung aus den Nähten.
Jetzt ist alles ganz anders. Der Buchkeller bietet viele Möglichkeiten. Rosemarie Züge hat auch schon Pläne. An schottische oder italienische Abende denkt sie zum Beispiel. Dazu werden passende Gerichte und Getränke angeboten. Schottischer Wildlachs und Whisky kann sie sich vorstellen, und italienisch würde sie selbst kochen, denn die Familie liebt die Toskana. Deswegen wird auch eine Landschaft der Toskana von Lothar Pötzl eine Wand zieren, gleich neben dem 200 Jahre alten Fenster, das ein Stellmacher stiftete, das neben den neuen Einrichtungsgegenständen einen guten Kontrast bietet. Die Steine des Gewölbes wurden mit einem besonderen Anstrich versehen. "Das kann nichts herunterrieseln", versichert die Bauherrin. Ein leistungsfähiger Entfeuchter und eine gute Entlüftung sorgen in dem 150 Jahre alten Haus - der Keller sei aber noch älter - für gutes Raumklima. Höhler befinden sich unter dem Keller, sind aber nicht zugängig. Nur ein kleines mit Licht versehenes und Glasplatte abgedecktes Loch weisen in die Tiefe. "Von der gesamten Technik sieht der Gast nichts", lobt sie die gute Handwerksarbeit, aber auf eines zeigt sie nicht ohne Stolz, auf die Toiletten, die komfortabler in keinem Fünf-Sterne-Hotel sein können. Rosemarie Züge-Gutsche hegt nicht nur für Ehemann Siegfried Gutsche großen Dank, sondern auch für Kunden und Handwerksbetriebe. "Von allen fand ich eine große Unterstützung bei den Gerschen sind gar nich", fügt sie hinzu. Viele hätten mit Spenden zumGelingen des Kellers beigetragen.
Jeder, der die Buchhandlung betritt, kann sich im Lesecafé zurückziehen. Hier hängen Zeitungen und Zeitschriften aus und natürlich gibt es Bücher, dazu ein Kaffe oder ein anderes Getränk. Gereicht wird es von Johanna Sommer, die glücklich ist, nach Harz IV eine Anstellung gefunden zu haben. "Sie ist die gute Seele", ist die Chefin überzeugt. Außer zu Veranstaltungen erwartet der Buke die Gäste von 13 bis 18 Uhr.

( Helga Schubert, 14.12.2007 )

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