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Fall "Neulandfilm" wird fünf Jahre alt

Da gibt es einen akuten Fall von ansteckender Spielwut und Dokumentationsfreude am Hort der Geraer Neulandschule. 2002 wurde dieser Bazillus eingeschleppt. Angesteckt hatte sich damit ein früherer Mitinitiator von "Ohooo - Die Kindershow" wie Stefan Gabel anlässlich der Vorbereitung filmischer Aufnahmen vom 90-jährigen Schuljubiläum bei Michael Werner und Vertretern des Filmclubs Pforten. Akut wurde die fast Sucht zu nennende, zeitaufwändige Freizeit-Initiative für Kinder und deren mithelfende Eltern nach der Ansicht von Kinderfilmen im Rahmen einer Präsentation zum Medienpädagogischen Preis beim Offenen Kanal Gera. Das neue Medium Pixel-Fernsehen wurde direkter Partner für die technische Ausstattung der Taten. Motive fanden sich seither eine ganze Reihe, wie die jetzt auf DVD vorliegende Dokumentation der Aktivitäten beweist. Am 18. November werden Teile davon zwischen 10 und 13 Uhr im COMMA vorgeführt.
Dazu gehören der Krimi "Detektivclub Hasenpfote - Unser erster großer Fall", der 2007 mit Kindern der 3. und 4. Klasse entstand. Der Titel des Streifens sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass man es bei Neulandfilm mit Wiederholungstätern zu tun hat. Der betreuende Erzieher holte sich im Jahr zuvor noch Rüstzeug durch seine Teilnahme am offiziellen Fortbildungslehrgang der Thüringer Landesmedienanstalt für Lehrer zur Medienpädagogik.
Begeisterung für spannende Themen hatte schon die frei ersonnene Geschichte um den Diebstahlsfall "Die goldene Tasche" (2003) gefunden, die sogar im Slowenischen Fernsehen mit Untertiteln lief. Erstaunlich viele Auszeichnungen auf Festivals ermunterten die Macher zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Medium Film und neuen Angeboten für Kinder. Jungen wie Mädchen entwickelten unter dem Label "Neulandfilm" schnell unterschiedlichste Fähigkeiten und Fertigkeiten. Sie begriffen sehr wohl, dass Film und Fernsehen bewusst gemacht sind und inszenierte Wirkungen verursachen (können). Mit dem Wissen um den Erfolg spannender Stoffe drehten sie inzwischen bereits als Fortsetzung zu dem in einem verlassenen Geraer Objekt entstandenen Gruselfilm "Im Netz der schwarzen Spinne" einen Teil 2 unter dem Titel "Die Jagd nach der schwarzen Spinne".
Während anfänglich Kinder noch vornehmlich als Schauspieler eingesetzt waren, folgte man zunehmend den Hinweisen der Medienpädagogen, Kinder komplett an allen Aufgaben beim Filmen, also vor und hinter den Kameras oder in der Konzeption, mitarbeiten zu lassen. Diese Art von Kinderarbeit prägt sich nachhaltig als persönliches Kindheitserlebnis bzw. als Schuljahreshöhepunkt ein. So ist wohl unter Mitwisserschaft des Offenen Kanals Gera und des Filmclubs Gera-Pforten. mit weiteren Projekten zu rechnen; sowie am 18.11. auch mit einem größeren Aufgebot Mitwirkender, Förderer und Sponsoren bei der Feierstunde zum 5-jährigen. Wer mag, der erwische eine der 100 Jubiläums-DVD’s. Doch Achtung: Ansteckungsgefahr; siehe "Eine verrückte Geschichte"; "Schule macht Circus"; "Eric und Maria" usw. usf.

( Thomas Triemner, 16.11.2007 )

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