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Mit Fördergeld wurde auch Hoffnung geweckt

Ein Veranstaltungsoval voller unbekümmerter Menschen stimmte sich am Freitagmittag in Vorfreude ein als Backgroundchor der Bühnenshow und aufgeweckt klatschendes Publikum. Überlebenshilfe für die Buga deutete sich an, noch bevor Bagger rollen und das Gelände auf ein Maß gebracht wird, das die Stadt Gera sich leisten kann oder will. Referatsleiter Stefan Burkhardt von der Deutschen Behindertenhilfe - Aktion Mensch Bonn genoss Beifallsstürme über die Bewilligung finanzieller Mittel für die Lebenshilfe Ortsvereinigung Gera. Mo-natlich fünf Millionen Menschen setzen Geld in die Lotterie ein und bewirken möglicherweise statt persönlicher Gewinne die Unterstützung sozialer Projekte, beschrieb er die Quelle der krummen Summe: 156.225,24 Euro.
Also was kann der auf den Cent berechnete Betrag für das Nachleben des Hofwiesenparks bewirken? Buchhalterisch ist er ein Zuschuss zu Personalkosten der nun offiziell agierenden "Lebenshilfe Grünanlagen + Service gGmbH". Mit der Gewissheit eines als Modell geltenden Projekts hatten schon seit Juli vier Personen die Partnerschaftsgärten gepflegt. Nun sollen, so der 1. Vorsitzende der Ortsvereinigung Bernd Koob, mit sieben weiteren Mitarbeitern die ausgewählten Anlagen über den Winter gebracht werden. Künftig würden nach dem Konzept einer Chemnitzer Firmenberatung bis zu 24 Personen mitwirken; darunter zwölf behinderte Menschen. In dem Sinne habe der Gesandte nicht nur Geld übergeben, sondern Hoffnung gemacht. Worte, die gerade bei Behinderten Emotionen freisetzen. Bernd Koob vermied es nicht, sachlich prophylaktisch auf im Parke schwebende Vorwürfe zu argumentieren: "Wir nehmen niemand einen Arbeitsplatz weg." Für Facharbeiten sollen gärtnerische Betriebe aus Gera und Umgebung mit ins Boot genommen werden, wie sie von Anfang an dabei waren. Er nannte mit dem Anstoß für eine Integrationsfirma aus dem Sozialdezernat, der schnellen Ausfertigung der Ausschreibungsunterlagen und der am 21. September 2006 vom Stadtrat einmütig beschlossenen Vergabe wichtige Etappen auf dem Weg. Kompetent sei das Konzept vorbereitet. Betriebsleiter wird ab November Günter Panzer, der noch bis zu diesem Jahr eine eigene Gärtnerei im Bad Köstritzer Ortsteil Politz führte. So sollen die Menschen gar nicht merken, dass die Buga vorbei ist, schloss Koob seine Rede. "Grünen und blühen wird es weiter auf der Buga... Die fachgerechte Pflege übernimmt die Grünanlagen + Service gGmbH... Der Betrieb sei für fünf Jahre mit der Pflege beauftragt." ließ OB Dr. Vornehm verlauten. Weiter setzt das Stadtoberhaupt auf Patenschaften und Mithilfe der Bürger zur Pflege. "Willkommen im Bugaland" sang auch Entertainer Kay Dörfel mit Freunden zum Ausklang. Es ist das Lied, von dessen refinanzierten Produktionskosten bei Kassensturz zur Weihnachtsgala des Lebenshilfe eine Spende an die Vereinigung zurück fließen wird. Bis dahin könnten noch aus der angezapften Quelle weitere 84.000 Euro zur Anschaffung benötigter Arbeitsgeräte da landen.

( NG/tti, 05.10.2007 )

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