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Alte Obstsorten - für Großeltern selbstverständlich

Weltweit gibt es rund 20.000 Apfelsorten! Allein in Deutschland mehrere Tausend. Doch wer kennt sich heute angesichts makellos glänzender Normäpfel in den Supermarktregalen schon noch mit alten Obstsorten aus. Granny Smith verdrängt die Vielfalt wohlschmeckender regionaler Sorten. "Früher wuchsen sie noch auf Streuobstwiesen. Aber auch diese verschwinden langsam aus den Landschaften", bedauert Kornelia Meyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Geraer Naturkundemuseum. "Unser Erntefest im Botanischen Garten am Sonntag, 23. September, will sich aus diesem Grund dem Erhalt alter Obstsorten widmen", verrät sie.
Von 10 bis 18 Uhr findet im Turmhaus eine Sortenberatung statt, d.h. Besucher können mit drei gesunden Früchten pro Sorte ihr Obst bestimmen lassen. Dr. Werner Schuricht aus Jena vom Deutschen Pomologenverband nimmt die Äpfel genau unter die Lupe und berät zu Geschichte, Reifezeit, Haltbarkeit und Verwendung. Die Apfelschau speist sich aus der Gegend um Gera. Gerald Ripka, Gärtner im Botanischen Garten, erinnert sich an echte Raritäten im letzten Jahr: "Den sogenannten ‘Schmalzapfel’ gibt es nur in Aga bei Familie Krause." Er ist sich sicher, dass auch in anderen Geraer Gärten noch alte, verschollen geglaubte Obstsorten wachsen.
Neben Äpfeln, Birnen und Pflaumen stehen in diesem Jahr erneut die Pilze im Mittelpunkt. Pilzberater der Region präsentieren eine gemeinsame Ausstellung. Der Direktor des Naturkundemuseums, Frank Creuzburg, hofft mit der Pilzberatung "den vielen jährlichen Pilzvergiftungen vorbeugen zu können." Anhand echter Pilze aus den umliegenden Wäldern können bekannte und seltene Arten gezeigt werden. Für Besucher besteht außerdem die Möglichkeit, mit selbst gesammelten Pilzen die Ausstellung zu ergänzen. Weil sich die Leute immer weniger mit Pilzsorten auskennen, bietet die Geraer Volkshochschule am Sonnabend, 22. September, eine Pilzexkursion für die ganze Familie an", informiert Kornelia Meyer. Hier sollen essbare und giftige Arten gesammelt und bestimmt werden. Anmeldungen sind unter ( 8001250 möglich.
Auch die Ökobauern der Region sind zum Erntefest vertreten und bieten Obst, Säfte, Käse, Brot und Kuchen an. Vor allem besondere Gemüse kommen auf den Tisch - mit dem passenden Kochvorschlag. Hinzu gesellen sich Blumenbinderin, Imker, Gärtner, Beeren- und Straußenhof, Weinhandlung und Naturkosmetik.
Natürlich gibt es auch jede Menge Mitmach-Aktionen. Die Interessengruppe Waldorfpädagogik ist mit dem Erntespiel "Vom Korn zum Brötchen" vor Ort, der Strohhof Gernewitz mit Floristik aus Stroh. Herbstliche Gestaltungsideen bietet das Kreative Turmhaus und Alan Torres sorgt für Musik und verkauft Instrumente. Der Verband der Gartenfreunde steht mit Beratung rund um Garten und Obstbaumschnitt zur Seite und ruft alle Hobby-Gärtner auf, interessante und gigantische Ernteprodukte mitzubringen: Seltene Obstsorten, Wildobst und große Kürbisse ergänzen dann die Ausstellung im Turmhaus, die bis 7. Oktober zu sehen ist.

( Christine Schimmel, 21.09.2007 )

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