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Verein für Briefmarkenkunde

Gera (NG/ert). Der Verein für Briefmarkenkunde zu Gera feiert in diesem Monat sein 10-jähriges Bestehen. Er hat bei der Gründung ganz bewusst an die Tradition des seit 1889 bestehenden früheren Vereins mit gleichem Namen angeknüpft. 14 Philatelisten hatten sich schon bei ihrer Gründung das Ziel gestellt, die regelmäßig stattfindenden Vereinabende mit Vorträgen anzureichern, ein geselliges Leben zu entwickeln und sich an Ausstellungen zu beteiligen. Heute hat der Verein 35 Mitglieder, einige wohnen sogar außerhalb unserer Stadt.
Natürlich sind bei einem so großen Sammelgebiet, wie es die Philatelie nun einmal ist, die Sammlungsgewohnheiten sehr unterschiedlich. So hat Werner Seidemann eine umfassende Kollektion der Post der Vereinten Nationen zusammengetragen, Vereinsvorsitzender Horst Schmidt widmet sich schwerpunktmäßig den Rot-Kreuz-Marken und Carsten Sonntag ist ein geschätzter Spezialsammler der Briefmarken von Tschechien. Erst vor wenigen Wochen hatte er den Arbeitskreis Tschechien im Bund Deutscher Philatelisten zu seiner Jahrestagung nach Gera eingeladen.
Mehrere Mitglieder konnten ihre Sammlungen bereits im In- und Ausland präsentieren. An der Spitze liegt dabei Hannelore Schmidt, die in Jahrzehnte langer Forschung und Sammlertätigkeit der Postgeschichte der Stadt Gera von 1770 bis 1990 nachgegangen ist und ein Objekt gestaltet hat, das bereits in 23 Ausstellungen in vielen Orten Deutschlands, aber auch in Österreich und Rumänien gezeigt wurde. Darin befinden sich einmalige Dokumente von der Postkutschenzeit bis zur modernen Post. Im Jahre 2002 war die Sammlung in den Gera Arcaden erstmalig in unserer Stadt zu sehen. Ein Jahr später wurde sie zur Wettbewerbsausstellung GEBRIA gezeigt. Das Ehepaar Schmidt hat übrigens festgelegt, das die Sammlung später in das Eigentum der Stadt Gera übergehen wird.
Der Geraer Verein hat auch den Beweis angetreten, dass Sammeln durchaus nicht nur eine Beschäftigung ist, die jeder einzelne im stillen Kämmerlein ausübt, viel mehr sind die Vereinsmitglieder viel auf Achse. Gesellige Busfahren, aber auch Besuche großer philatelistischer Ereignisse gehören dazu., so der Weltausstellung in Nürnberg sowie einer Europa-Ausstellung in Brünn. Oft sind die Angehörigen mit dabei. Außerdem wurde ein gut funktionierender Rundsendedienst aufgebaut, mit dessen Hilfe die Vereinsmitglieder ihre Sammlungen komplettieren können.
"Wir haben alle unsere zur Gründung gestellten Ziele erreicht, nur mit der Gründung einer Jugendgruppe hat es trotz aller Anstrengungen noch nicht geklappt", meint Vereinsvorsitzender Horst Schmidt. Allerdings - auch wenn Computer und andere Medien die Jugend in starken Maße locken - erkennt er wieder ein zunehmendes Interesse an der Philatelie. Die "organisierte Sammlergemeinde" in Gera ist zwar nicht groß, aber die Zahl der übrigen Sammler dürfte aber die Mitgliederzahl um ein Vielfaches übertreffen.
Am 22. September wird im Hotel "Gewürzmühle" das Zehnjährige erst einmal mit einem Geraer Briefmarkentag begangen, der mit mehreren Vorträgen ausgestattet ist. Dazu sind natürlich auch interessierte Nichtmitglieder herzlich eingeladen.
Und dann wird das nächste Jahrzehnt in der Vereinsgeschichte eingeleitet.
(NG/ert)


( 14.09.2007 )

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