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Kunst unter dem Pflaster unserer Altstadt

"Hier ist Kunst gemacht für einen speziellen lokalen Raum, wird dadurch unverwechselbar und einmalig", betonte der Glaskünstler Winfried Wunderlich zur Eröffnung der 3. Höhler Biennale im Geraer Rathaussaal. Gera habe die Chance, sich mit dieser Gegenwartskunst in der Tiefe einen Namen zu machen. Seine Vision: Warum soll die Höhler Biennale für Gera nicht das werden, was die Documenta für Kassel ist? Mit seinem Dank an die zahlreichen Sponsoren, zu denen auch die Firma Gebr. Frank zählt, schloss er auch die Einladung für die Höhlerbiennale in den Jahren 2009, 2011, 2000 und… ein. "Nehmen Sie sich die Zeit, wiederzukommen", meinte Winfried Wunderlich, der selbst mit der Arbeit "Die Kritik der Harpyie (Scann der Zeit) in der Ausstellung vertreten ist.
Die Grüße des Schirmherren der Höhler Biennale, Ministerpräsident Dieter Althaus, der wegen einer dringenden Kabinettsitzung nicht selbst an der Eröffnung teilnehmen konnte, überbrachte Staatssekretär im Thüringer Kultusministerium Prof. Dr. Walter Bauer-Wabneck. Er hatte sich zuvor einen Eindruck von den Arbeiten der Künstler in den Höhlern 73 - 76 in der Greizer Straße 10 unter dem Ferberschen Haus verschafft. Er war von der besonderen Leistung des Höhlervereins und der Aussteller beeindruckt, die statt "großer Showeffekte auf Intimität" setzen. Er überreichte dem Vorsitzenden des Vereins zur Erhaltung der Geraer Höhler, Heinz Nikulla, eine Fördersumme aus Lottomitteln in Höhe von 4500 Euro und versprach, das Kultusministerium werde die Höhler Biennale weiter unterstützen.
Die ungewöhnliche Galerie unter dem Pflaster der Altstadt - einmalig in Deutschland - zeigt Installationen von 42 Künstlern nicht nur aus Gera und aus ganz Deutschland, sondern auch aus den Niederlanden, aus Japan, Österreich und Finnland. Insgesamt bewarben sich 122 Künstler, an die eine hohe Anforderung gestellt wurde. Sie mussten sich auf den besonderen Ort einstellen, auf enge labyrinthartige Gänge, auf verwitterte Rundbögen und Gewölbe und vor allem auf die hohe Luftfeuchtigkeit und spärliches künstliches Licht. Die Jury wählte jene 42 aus, die sich am besten den Gegebenheiten stellen konnten, sie sogar als Herausforderung empfanden. Sie arbeiteten mit Steinen, Kunststoffen, Seilen, Glas, Keramik, spielen mit Licht und Schatten, aber auch mystische Klänge und verlorene Töne sind aus dem unterirdischen Raum, in dem einst das Bier gelagert wurde und bis zu elf Meter in die Tiefe reicht, zu hören.
Die Ausstellung in den fünf Höhlern Greizer Straße 10/37 (Höhler 43 -45 und 73 - 76), Markt 9 (Höhler 107 - 109 unter der Apotheke) und Große Kirchstraße 15/17 (Höhler 161/162 und 163)ist bis zum 28. Oktober geöffnet. Sie sind jeweils mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, wobei die Eintrittskarten an allen Zugängen gekauft werden können.



( NG/sch, 22.06.2007 )

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