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Anhaltender Aufwärtstrend bei den Lehrverträgen

Das Jahr 2007 wird ein gutes Ausbildungsjahr. Zumindest deuten die aktuellen Zwischenergebnisse darauf hin. Bisher sind bei der IHK Ostthüringen rund 700 Ausbildungsverträge eingetragen - 5,5 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr - wobei derzeit naturgemäß erst ein Fünftel aller Verträge zu Buche steht.
Diese und weitere Informationen legte vor der Presse die IHK-Geschäftsführerin Ingrid Weidhaas dar. Im vergangenen Jahr hätten 3.443 junge Leute eine Lehrstelle erhalten. Dieses erfreuliche Ergebnis soll 2007 wieder erreicht oder sogar überboten werden, obwohl die Zahl der Schulabgänger nicht unbeträchtlich sinkt. In den letzten Jahren gab es stets Zuwachs beim Lehrstellenangebot. Im Freistaat liegt die Geraer IHK bei betrieblichen Ausbildungsplätzen an der Spitze.
Die Ostthüringer Unternehmen partizipieren am wirtschaftlichen Aufschwung. Jetzt muss der Ausbildungsmarkt mitziehen. Die Industrie ist gut aufgestellt. So gibt es bereits 76 Industriekaufleute-Verträge. Im Baugewerbe reicht die Zahl der Lehrstellen noch nicht aus. Landwirtschaftsbetriebe haben mehr Lehrstellen im Angebot als nachgefragt werden. Insgesamt ist sich die Kammer sicher, auch in diesem Jahr wieder jedem ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen ein passendes Angebot unterbreiten zu können. Leider eignet sich so mancher Schulabgänger nach wie vor nicht für eine Ausbildung.
Bei aller Zuversicht hält die IHK aber weitere Anstrengungen für erforderlich, wenn Ostthüringen wiederum eine Spitzenposition erreichen will. "Das Herzstück unserer Aktivitäten", meint Weidhaas, "ist erneut das Klinkenputzen. Wir sprechen mehr als 2.000 Unternehmen vor Ort persönlich an, die bislang noch nie ausgebildet haben". Günstig sei, dass gerade kleinere Unternehmen derzeit intensiv darüber nachdenken, ihren eigenen Berufsnachwuchs auszubilden. Die IHK rät Jugendlichen, die noch keine Lehrstelle gefunden haben, die Lehrstellenbörse zu nutzen, bei der täglich neue Angebote eingehen.
Die Kammer fordert mehr Gestaltungsmöglichkeiten für Unternehmen, um "Dual mit Wahl" zügig umzusetzen. Viele Betriebe können überfrachtete Ausbildungsordnungen kaum noch bewältigen. Befürwortet wird daher ein neues Modell. Es sieht vor, die Ausbildung künftig in zwei Phasen zu unterteilen. Erste Phase: Vermittlung der wichtigsten Grundlagen einer Berufsgruppe, sogenannte Kernkompetenzen (ein bis zwei Jahre). Zweite Phase: Spezialisierung der Auszubildenden. Den Betrieben soll dann ein Paket von Ausbildungsmodulen zur Verfügung stehen. Sie sollen selbst wählen, welche Kenntnisse sie den Lehrlingen je nach Bedarf im eigenen Unternehmen vermitteln.
Zu den Unternehmen, die vorbildlich ausbilden, gehört die Docter Optics GmbH in Neu-stadt/Orla. Wie Geschäftsführer Jan Hamkens darlegte, hat der Betrieb etwa 300 Mitarbeiter und stellte 21 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Ab Herbst wird sich die Zahl auf 26 erhöhen. Es wird über den Eigenbedarf hinaus ausgebildet. Gute Erfahrungen wurden mit der Geraer Berufsakademie gemacht. Hier studieren derzeit sechs junge Leute. Erstmals sollen zwei Anwärter zum Bachelor of Engineering ausgebildet werden.

( Harald Baumann, 15.06.2007 )

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