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Glocke ruft zum Mittagsgebet

Täglich um 12 Uhr ruft während der Bundesgartenschau eine freistehende Glocke zum Mittagsgebet in das Kirchenzelt auf dem Gelände des Hofwiesenparkes. Sonntags um 10 und 14 Uhr wird sie die Gottesdienste einläuten. Zum ersten ökumenischen Eröffnungsgottesdienst am ersten Sonntag der Buga wird die 80 Kilogramm schwere Bronzeglocke aus der Kunstgießerei Lauchhammer um 11 Uhr erklingen. Diesen Gottesdienst, den das MDR in der Zeit von 11 bis 12 Uhr überträgt, zelebrieren Bischof Joachim Reinelt für die Katholische Kirche, Landesbischof Christoph Kähler für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen und Christina Claas für die Freikirchliche Gemeinde.
"Wir Christen sehen die Natur als Gottes Schöpfung. Über die Schönheit und Bewahrung der Natur haben wir vieles zu sagen", nannte Dekan Klaus Schreiter den Grund, warum die Kirchen mit einer ökumenischen Initiative zur Buga in Erscheinung treten. "Kirche geht zu den Menschen, es war für uns daher keine Frage, dass sich die Kirchen beteiligen", ergänzte Oberpfarrer i. R. Roland Geipel von der Evangelisch-Lutherischen Kirche.
Das Kirchenzelt wurde dem Beduinenzelt, in dem die Bundeslade aufbewahrt wurde, nachempfunden. Es soll zum Ort der Begegnungen werden. "Es ist eine imposante Architektur", schwärmte Catrin Ripka, Projektverantwortliche der Katholischen Kirche. Im Eingangsbereich misst das Zelt siebeneinhalb Meter. Über sechs Tonnen Stahlgerüst dienen als Gestänge. Ein Mast mit einem Kreuzbalken spannt die Zeltplane wie einen Kirchturm in Richtung Himmel 150 Quadratmeter Grundfläche überspannt das Dach, unter dessen Mantel unterschiedlich große Räume beherbergt sind.
"Der größte Bereich ist für Gottesdienste, als Bühne und für Veranstaltungen vorgesehen. Ein kleiner Raum wird als Ort der Ruhe und für das stille Gebet bereitgehalten", erzählte Catrin Ripka. Bei schönem Wetter könnten die Seitenwände einfach hochgeklappt werden. "Dann kommt die Natur zu uns herein", lächelte Dekan Schreiter. Als Patronin des Kirchenzeltes wurde die Heilige Elisabeth ausgewählt.
Wer sich das Kirchenzelt genau ansieht, wird eine Borte aus Rosenblütenblätter entdecken und in jedem Blatt ein Gemälde. Die kleinen Kunstwerke stammen aus einem Malwettbewerb. Daran beteiligten sich rund 900 Kinder und Erwachsene. 120 Bilder zieren nun die Zeltbahnen. Die Farben Gelb symbolisieren Gott, Blau die Schöpfung und Grün das Leben. "Mit dem Mallwettbewerb wollten wir die Menschen unserer Region in das Buga-Kirchenprojekt mit einbeziehen", erzählte Oberpfarrer Geipel. "Und über 200 ehrenamtliche Helfer haben sich bei uns gemeldet", freute sich Catrin Ripka.
Nach 171 Bugatagen wird das Kirchenzelt im Hofwiesenpark wieder abgebaut. Erinnern daran wird jedoch ein steinerner Ambo, ein Lesepult. "Dieser Ort könnte auch zu einem Begegnungsort für Menschen werden, um innezuhalten, Musik zu hören oder zu beten", wünscht sich Roland Geipel.

( Helga Schubert, 27.04.2007 )

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