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Großer Bahnhof am Gleis 3 des Hauptbahnhofes

In 63 Minuten von Erfurt nach Gera oder um gekehrt - das freut besonders Thüringens Verkehrsminister An-dreas Trautvetter. Das sei eine deutliche Konkurrenz zur Straße, besonders während des langfristigen Ausbaus der A4. Wenn natürlich die Bahnstrecke zweigleisig und elektrifiziert wäre, dann wäre der Zug noch schneller, scherzte er. Trotzdem sei die Einweihung des Eisenbahnknotens ein wichtiger Schritt beim Ausbau des Mitte-Deutschland-Schienenweges. Beachtenswert fand der Thüringer Verkehrsminister die gute Anbindung des Öffentlichen Personennahverkehrs mit Straßenbahn und Bus an die Bahn. In vorbildlicher Weise seien diese Verkehrsträger vertaktet worden.
Zwei Tage vor der Eröffnung der Buga wurde der Eisenbahnknoten, an dem bis zuletzt gearbeitet wurde, mit großem Bahnhof im Hauptbahnhof übergeben. "Wir haben manche Schlacht schlagen müssen, aber vor der Buga gewonnen", gab Gerold Brehm, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Thüringen, zu. Vor acht Jahren, als die Planungen begannen, hätte nur der 27. April als Eröffnungsdatum für die Bundesgartenschau festgestanden, erinnerte er. "Aber wir wussten, wie das Scharmützel ausgeht, nämlich siegreich", betonte er selbstbewusst.
Auf weitere Bahnkunden nicht nur während der Buga hofft Vorstand Infrastruktur und Dienstleistungen der Deutschen Bahn AG, Stefan Garber. "Wir haben unser zum Baubeginn im August 2005 gegebenes Versprechen gehalten", stellte er fest. Rechtzeitig vor der Buga-Eröffnung seien die modernisierten Gleisanlagen, Brücken, Bahnhöfe, Haltepunkte und die Verknüpfungen mit dem städtischen Nahverkehr in Betrieb genommen worden. Insgesamt wurden von Bund, EU und dem Land Thüringen 170 Millionen Euro investiert. "Der Knoten ist fit für die Eisenbahnzukunft", sagte er.
Um diese Eisenbahnzukunft ging es auch Oberbürgermeister Dr. Vornehm. Er lobte das Engagement der Bahn, die nicht nur durch den Knoten, sondern auch durch den Bau der neuen Brücken und Übergänge entlang der Strecke der Stadt ein neues Gesicht gegeben hat. Aber er meinte auch: "Was ist ein Fernbahnhof ohne Fernverkehr? "Wir haben die Bahnsteige, um die ICE einfahren zu lassen, ebenso den Qualitätsstandard, aber was nicht da sind, sind die Oberleitungen". Die gäbe es nur eine Etage tiefer bei der Straßenbahn, meinte er. Als zweitgrößte Stadt Thüringens müsse auch endlich die Elektrifizierung in Angriff genommen werden, appellierte er an den Vorstand der Bahn AG. Dr. Vornehm lud Menschen aus ganz Deutschland ein, mit der Bahn zur Bundesgartenschau nach Gera und Ronneburg zu reisen, da der Hauptbahnhof direkt vor den Toren der Buga liege.
Die Buga-Städte Gera und Ronneburg werden durch die Regional-Express-Linie 1 (Göttingen-Erfurt-Gera-Chemnitz/Zwickau) und durch die Regionalbahn-Linie 37 (Gera-Glauchau/Altenburg) direkt verbunden. An den Wochenenden und Feiertagen fahren zusätzlich fünf Züge, so dass die Besucher die Veranstaltungsgelände schnell erreichen können.

( NG/sch, 27.04.2007 )

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