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Das besondere Markenzeichen: die höchstmögliche Präzision

Ein Aktivposten, ja, man könnte fast sagen: ein Leuchtturm in Geras nicht gerade üppig blühendem Wirtschaftsleben begeht ein Jubiläum. Das mittelständische Unternehmen Präzisionsoptik Gera (POG), inzwischen bundesweit ein Begriff und sogar über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt, feiert seinen 15. Geburtstag.
Treffpunkt für eine Feierstunde und - wie kann es bei POG anders sein - für ein kleines Wissenschaftskolloquium ist das prachtvolle Ambiente der Villa Hirsch in Gera-Untermhaus. Eine gute Wahl, denn der Textilindustrielle Hirsch hat aus bescheidenen Anfängen heraus ein bedeutsames Unternehmen aufgebaut. Parallelen zu POG sind durchaus angebracht.
Eine respektable Gratulantenschar konnte von Geschäftsführer Manfred Schubach, zugleich im Namen seiner beiden Mitstreiter und Gesellschafter Aleksander Wlodarski und Ray George, begrüßt werden, darunter OB Dr. Norbert Vornehm sowie Partner aus Industrie und Forschung, die den Weg von POG zum Erfolg begleiteten: vom Management Buy Out aus dem Geraer Zeisswerk zum auf einigen Gebieten marktführenden Anbieter von Optischen Systemen und Mikrostrukturen.
Eine vorzeigbare Entwicklung! Das war auch der Tenor der Grußworte des OB, der das, was die drei Chefs und die Mitarbeiter in 15 Jahren auf die Beine stellten, als Erfolgsstory bezeichnete. POG und weitere Geraer Unternehmen der mittelständischen Basis, die es zielstrebig auszubauen gelte, würden die Otto-Dix-Stadt in Deutschland und darüber hinaus bekannter machen.
Der Weg zum Erfolg war steinig. Auch Rückschläge blieben nicht aus. Aber es wurde aufs richtige Pferd gesetzt: die Technologiekompetenz in der Optik.
Die positive Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Dahinter steckt Strategie. Und die heißt vor allem Innovation durch Investition. So wurden in den letzten fünf Jahren, der bisher erfolgreichsten Etappe, über vier Millionen Euro in neue Technik und Technologien investiert, so in eine neue Mikrostrukturierungs-Fertigung im Reinraum-Umfeld und in moderne Beschichtungstechnologien.
Das trug dazu bei, dass der Umsatz nahezu verdoppelt, der Export mehr als verdreifacht und die Mitarbeiterzahl auf 89 erhöht werden konnte. Erwähnenswert auch, dass man zehn Jungfacharbeiter ausbildete, derzeit sieben Feinoptiker ausbildet und demnächst wieder zwei Lehrlingen eine Chance geben will.
Investitionen in dieser Größenordnung und noch dazu in vergleichsweise kurzer Zeit wären sicherlich ohne Förderung durch den Freistaat nicht möglich gewesen. Und ganz wichtig: POG hat hervorragende Partner an der Seite, vor allem aus Jena, der Stadt der Wissenschaft. Die meisten sind schon 15 Jahre Wegbegleiter.
Deshalb gab’s Beifall für die Ausführungen von Dr. Ramona Eberhardt vom Jenaer Fraunhofer Institut, für Dr. Axel Kwiatkowski, Optronik Jena, für Klaus Wöhner, VITRON Spezialwerkstoffe Maua, für Peter Maushake, SCHOTT Lithotec Jena, und für Ralf Dorin, Schneider Optikmaschinen (Hessen).
Ihre Darlegungen waren ein beeindruckendes Spiegelbild dafür, wie und wo POG und die Partner in höchster Qualität überall mitmischen: in den Bereichen Medizintechnik, Raumfahrt, Halbleitertechnik, Sicherheitstechnik, Bildverarbeitung und Lasertechnologie. Jüngstes Beispiel: Soeben startete ein US-Satellit mit einem POG-Objektiv an Bord (auf einem Sternsensor von Optronik Jena).
Gastgeber und Gäste sind sich einig: Die Ehe von Wirtschaft und Wissenschaft ist der Schlüssel zum Erfolg. Und diesen Weg wird POG ganz gewiss auch in den nächsten 15 Jahren fortsetzen. Auf das Unternehmen gemünzt, hier der Wunsch des Fabrikanten Hirsch, den er über dem Kamin in seiner Villa anbringen ließ: "Ein guter Geist behüte mir mein Sach‘, mein Haus, die Meinen und mich vor Ungemach."

( Harald Baumann, 30.03.2007 )

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