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Archivnachmittag mit "Frauen im MfS"

Eine Frau, die sich entschied, einen "Gefolgsmann" aus Mielkes Mitarbeiter-Heer zu ehelichen oder mit ihm zusammenzuleben, musste sich klar darüber sein, dass dies nicht ihre Privatsache blieb. Ehefrauen und Freundinnen von MfS-Mitarbeitern wurden sicherheitspolitisch ähnlich akribisch ausspioniert wie die hauptamtlichen Mitarbeiter selbst. Im Unterschied zu anderen Bereichen der DDR-Gesellschaft blieben Frauen, trotz aller Bekundungen zur Gleichberechtigung, bis zuletzt in Mielkes Apparat unterrepräsentiert. Daraus ergaben sich auch die Aufgaben, die den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen zugewiesen wurden und welche Stellung sie einnahmen.
So waren Frauen als Inoffizielle Mitarbeiterin der Minderzahl, obwohl ihnen das MfS bescheinigte, sie seien kritischer, sensibler und emotional stärker engagiert. Der prozentuale Anteil lag 1989 zwischen 10 und 16 Prozent.
Wegen ihrer "geschlechtstypischen" Möglichkeiten wurden die weiblichen IM besonders in den Bereichen "Operative Betten" und Beobachtung von Ausländern eingesetzt, also in den "Niederungen" des Ministeriums. Trotzdem waren Frauen an allen Gemeinheiten beteiligt und trugen dazu bei, den totalitären Staat mit zu tragen.
Weitere Einzelheiten kann man am Mittwoch, 28. März, zu den Archivführungen jeweils 15 und 17 Uhr in der Außenstelle Gera, Hermann-Drechsler-Straße 1, Tel. (0365) 5518-0, erfahren. Zur Beantwortung persönlicher Anfragen (Akteneinsicht, Decknamenentschlüsselung u. a.) stehen die Mitarbeiter gern zur Verfügung.

( 23.03.2007 )

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