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Polizei ist gut im Aufklären

Einwohner aus Gera, dem Landkreis Greiz und dem Altenburger Land leben sicher und müssen sich nicht fürchten, Opfer einer schweren Straftat zu werden. Diese Feststellung traf der Leiter der Polizeidirektion Lothar Kissel anhand der Kriminalstatistik des Jahres 2006. Insgesamt wurden 22.246 Straftaten registriert. Davon konnten 14.986 aufgeklärt werden. Das entspricht einer Aufklärungsquote von 67,4 Prozent. Höhere Quoten verzeichnen in Thüringen die Städte Nordhausen (68,8 Prozent) und Suhl (67,9 Prozent). Das würde jedoch die Leistungen der Beamten der Polizeidirektion nicht schmälern, versicherte Lothar Kissel, da die Aufklärungsquote in Ballungsräumen,wie Gera stets niedriger sei als auf dem flachen Land. Außerdem sei es die höchste Aufklärungsquote seit Bestehen der Polizeidirektion.
Ermittelt wurden 9281 Tatverdächtige. Bemerkenswert sei, dass 61,1 Prozent der Tatverdächtigen in der unmittelbaren Umgebung ihr Zuhause haben. "Wir haben also treue Kunden", bemerkte der Polizeichef. Mit 1,37 Prozent sei der Anteil der Nichtdeutschen im Schutzbereich verschwindend gering. Von den Tatverdächtigen dieser Gruppe wurden am meisten Ladendiebstähle begangen.
Generell ist die Diebstahlskriminalität insgesamt rückläufig, während bei den gefährlichen und schweren Körperverletzungen ein leichter Anstieg zu verzeichnen ist. Sorgen machen der Polizei die Buntmetalldiebstähle, die in den vergangenen zwei Jahren zugenommen haben. Im vergangenen Jahr wurden 61 dieser Straftaten im Schutzbereich der Polizeidirektion erfasst. Gegenüber zum Vorjahr ist das eine Steigerung von 177,2 Prozent. Mitgenommen werden von Baustellen, Firmengeländen, Lagerplätzen, aus leer stehenden Gebäuden oder Trafostationen, landwirtschaftlichen Objekten und Bergbaugeländen Heizkörper, Werkstoffe aus Metall, Maschinen sogar elektrische Leitungen und Starkstromkabel.
Bedenklich stimmt die Polizei, dass 31,5 Prozent der Kinder, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, Sachbeschädigungen vorgenommen haben und 12,4 Prozent wegen Körperverletzung aufgefallen sind. "Wenn auch der prozentuale Anteil der Kinder- und Jugendkriminalität am Gesamtaufkommen der Straftaten zurückgegangen ist - von 38,2 Prozent im Jahr 2001 auf 29,3 Prozent im Jahr 2006 -, so sind wir doch betroffen von der zunehmenden Verrohung unter den Jugendlichen", stellte der Polizeidirektor fest. Falsche Vorbilder, keine Fairness gegenüber dem Gegner, Gewaltvideos und -spiele sieht er mit als Ursachen an.
Immer mehr erfasst werden Rauschgiftdelikte. Das läge auch am verstärkten Kontrolldruck durch die Polizei. Allerdings habe sich die Verfügbarkeit von Rauschgift gegenüber 1992 verdreißigfacht. "Mit aller Schärfe werden wir hier weiter vorgehen", versicherte er mit Nachdruck. Die Umgebung von Schulen und Freizeiteinrichtungen soll dealerfrei gehalten, der Aufbau von Händlerstrukturen und offene Rauschgiftszenen verhindert werden, kündigte er weitere Kontrollmaßnahmen an.
Prävention und Aufklärung ist auch bei der Polizei ein wichtiges Instrument, um Straftaten vorzubeugen. Allerdings beklagte Lothar Kissel, dass immer weniger Bürger Verdächtiges anzeigen oder mitteilen. "Hinsehen, mitteilen, nicht wegschauen" sollte ein wichtiges Leitmotiv sein, meinte er. Er verwies auf die polizeiliche Beratungsstelle, die unentgeltlich jedem Bürger zur Verfügung steht.

( NG/sch, 16.03.2007 )

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