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Gera wie aufgefädelt an einer Perlenschnur?

Der "JA für Gera" e.V. hat sich ein neues und größeres Vorhaben auferlegt. Es ist Ergebnis strategischer Überlegungen zum bürgerschaftlichen Engagement, bei denen seit Bestehen Punkt für Pünktchen zu einem Mosaik oder einer späteren Perlenschnur gesammelt werden. Schon dafür gebührte dem Vorstand die Anerkennung der 160 Leute im Saal des Courtyard-Hotels bei der Erstpräsentation des Projekts "Standortgemeinschaft". Oder "Erlebnisachse"? Standort - Standpunkt - Blickpunkt - Ausblick; "Von Osterstein bis Steinweg" - Wortspiele surrten mir im Kopf als Volker Tauchert einmal mehr voller Elan Kringel und Punkte auf einer akribisch vorbereiteten Stadtkarte vorzeigte; thematisch geordnet nach Erlebenswertem in Sachen Erholung, Gastronomie, Shopping, Kunst/ Kultur, Sport/Freizeit usw. Es ist ein Sammelsurium an Möglichkeiten in Gera, das mit mehr oder weniger Optimismus betrachtet zum Verweilen in der Stadt einladen könnte; im Praktikum von Christin Rossmann und ihm á la einer Studie praktisch katalogisiert. In der Tat haben sich die Bürgerinitiativler immer mehr Kompetenz an die Seite zitiert; ob mit der Bauhaus-Uni zum Innenstadt-Wettbewerb oder TU Berlin in Sachen Leerstandsmanagement; jetzt mit einem Vertreter vom Deutschen Seminar für Städtebau und Wirtschaft zur Methodik eines "Standortnavigators".
Das ist ein Fächer mit Stichworten für mögliche Maßnahmen, um einen Schauplatz besser in den Griff zu kriegen; zu Maßnahmen, die wieder eine Reihe Teilaspekte in sich bergen - also ein Handwerkszeug für selbst getriebene, agile, Pläne schmiedende Bürger oder Unternehmer in einem Stadtteil, einer Geschäftsstraße oder an einem Platze. DSSW-Gastredner Jürgen Lembcke berichtete aus zehn Jahren Betrachtungen und Beratungen von Standortgemeinschaften, wie sie aus unterschiedlicher Finanzierungs- und Organisationsweise in der Welt und in Deutschland entstanden. In Toronto gab es 1977 das Vorbild sogenannter BIDs (business improvement districts), die etwa mit Engagement von Immobilien-eigentümergemeinschaften übersetzt sind, die aus ihrer Meile Lebendigeres und Besseres zu machen verstehen. BIDs gibt’s auch hierzulande, allerdings oft mit kurzzeitlich beschränkten Modellen oder wie in Gießen mit der Dachmarke zu gleich mehreren kleineren Interessensgruppen für koordinierte Außenwirkung der Stadt. Hamburgs Neuer Wall, Schwerins Friedrichstraße - so sehr Lembcke interessante Varianten aufzählte und Zuhörer reizte, so wenig passten sie in Gänze auf diese Vorhaben in Gera. Aber man kann bei eigenen Wegen von Erfahrungen und Methodik anderer profitieren.
Vielleicht 130 Objekte, Unternehmen und Einrichtungen entlang des Wegs von der Anhöhe des Geraer Schlosses, quer durch Dix’ns Untermhaus, vorbei an Buga, Stadion, Theater und Bahnhof mit Richtung Schloßstrasse, KuK, Einkaufstempeln oder Museen bis zum Steinweg und Zschochern bzw. umgekehrt sollen sich gegenseitig bewerben. Die Kirchstraße könnte Mode-/Genußmeile sein. Aktionskünstler würden ab Ende April den Steinweg symbolisch eingarnen bis Haus um Haus wieder belebt, d.h. sinnvoll belegt wird. Sicherheitsgefühl soll Werbemittel sein; eine Diplomarbeit Wege zu passender Promotion aufzeigen; eine Koordinierungsgruppe die handlungsfähige Organisationsstruktur zusammen halten, die Rat für Fachgebiete schafft durch kompetente Mitwirkende ohne Profilierungssucht. Gibt’s das? Läßt sich im Aufbruch eines Buga-Jahrs derlei Gemeinsinn wecken? Wenn das funktioniert: Oh, reiches Gera! Man kann seine Heimatstadt gewaltig unterschätzen! Außerdem: Die 53 Millionen verbaute Euro in der Kulturachse mögen sich einmal auszahlen. Daran sind quasi alle steuerzahlenden Bundesbürger laut Überschlag Ramon Millers mit 1 Euro 50 beteiligt. "Neid anderer wäre die ehrlichste Form von Anerkennung.", sagte der optimistisch.
Am Abend des 27. April wird das Ganze wohl in einer Zusammen-Show von "JA für Geras" Mitgliedern, Partnern und Helfern noch bildlicher und detaillierter. Bis dahin suche ich weiter nach Worten für eine Überschrift oder ein Präsentations-Motto ...

( Thomas Triemner, 02.03.2007 )

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