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Zahl umweltbewusster Unternehmen erfreulich größer

Zu Beginn bemühte der Redner ein Zitat von Albert Einstein. Der soll einmal recht profan gesagt haben: "Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit." In Sachen Umweltschutz wollen offenbar Thüringens Unternehmen nicht zu den Dummen, sondern zu den Klugen gehören. Das wurde bei der Eröffnung einer Wanderausstellung im Bildungszentrum der IHK Gera deutlich. Sie ist dem sogenannten Thüringer Nachhaltigkeitsabkommen (schwerfälliges Wort!) gewidmet. Da die Exposition "wandert", ist sie ab 19. Februar bis 5. März im Geraer Rathaus zu besichtigen und tourt dann weiter durchs Land.
Zur Erläuterung: Im März 2004 vereinbarten die Thüringer Wirtschaft und die Landesregierung ein Abkommen, kurz NAThüringen genannt. Derzeit gehören ihm 234 Teilnehmer an, darunter aus Gera die Sulo Ost, McDonald’s Restaurant Wenz und der Regionalverkehr Gera/Land. Mit freiwilligen Leistungen über das gesetzliche Maß hinaus wollen die Unternehmen zur Verbesserung der Umweltsituation im Freistaat beitragen. Sie möchten ein steigendes Niveau der Ressourcenschonung, der Energieeffizienz, der Umweltbewusstheit und des Klimaschutzes erreichen.
Das löbliche Vorhaben bestimmt auch den Inhalt der Wanderausstellung, zu deren Start die etwa 50 anwesenden Unternehmer und Politiker den Staatssekretär im Umweltministerium, Prof. Dr. Christian Juckenack, begrüßten. 18 Unternehmen und Institutionen präsentieren auf Tafeln die Ergebnisse ihres bisherigen umweltbewussten Handelns. Dazu gehören die Unternehmen Neumayer Schmölln, Stadtwerke Jena/Pößneck, Thioplast Chemicals Greiz, die Ingenieurkammer Thüringen, die Landesinnung der Schornsteinfeger und weitere. Sie alle eint das Ziel, eine machbare Umweltpolitik zu gestalten.
Darauf ging auch Prof. Juckenack ein. Die Landesregierung und mit ihr der Verband der Wirtschaft sowie die Thüringer Industrie- und Handelskammern und die Handwerkskammern sehen im Engagement für eine gesunde Umwelt das Potenzial für Wirtschaftswachstum und Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Begrüßt wurde deshalb in der Runde, dass elf weitere Teilnehmer sich entschlossen haben, dem Abkommen zur Nachhaltigkeit beizutreten. Unter Beifall erhielten sie die entsprechende Urkunde. Zu den Neuen gehören Autogastechnik Triptis, CERADRUCK Kahla und der Geraer Bezirksschornsteinfegermeister Erhard Schubert.
Die Zahl der Unternehmen, die den betrieblichen Umweltschutz verbessern, wächst also. Doch es bedarf beträchtlich größerer Anstrengungen. Einsteins derber Hinweis auf die menschliche Dummheit ist angesichts der erschreckenden Nachrichten zum weltweiten Klimawandel nur zu berechtigt. Der aus der Forstwirtschaft stammende Begriff der Nachhaltigkeit ("Man kann nicht mehr abholzen als nachwächst") trifft nicht mehr den Kern. Heute geht es um ein absolutes Umdenken im menschlichen Verhalten zur Natur.
Die Teilnehmer des NAThüringen sind entschlossen, durch weitere betriebliche Aktivitäten dem globalen Problem zu Leibe zu rücken. Thüringen hat sich als erstes Landesparlament zur "Global Marshall Plan Initiative" bekannt, die auch Ziele des Umweltschutzes ansteuert. Gut so, denn Politik und Wirtschaft müssen gemeinsam handeln, wenn’s was werden soll.
Zu den Schrittmachern, die umweltbewusstes Handeln praktizieren, gehört das Seehotel Zeulenroda. Geschäftsführer Stephan Bode verwies voller Stolz darauf, dass das Unternehmen zum ersten BIO-Kongresshotel in Europa und zum ersten BIO-Hotel Thüringens gekürt wurde. Bode will dieses Jahr einen großen BIO-Kongress veranstalten.

( Harald Baumann, 16.02.2007 )

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