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Viele Fragen an zukünftige Spatzenjury

385 Bögen, mit denen sich Mädchen und Jungen aus ganz Deutschland um die Aufnahme in die Kinderjury für das Deutsche Kinder-Film & Fernseh-Festival Goldener Spatz bewerben konnten, flatterten in das Spatzenhaus in Gera. 32 film- und fernsehbegeisterte Neun- bis 13-Jährige werden dann die Siegerfilme in den verschiedenen Kategorien küren. Doch zunächst mussten die zukünftigen Juroren erst anhand der Bewerbungen ausgewählt werden. Keine leichte, dafür aber schöne und spannende Aufgabe, wie Festivalleiterin Margret Albers erklärte, die ihr sowie den vier Fachbetreuern Autorin und Filmdramaturgin Usch Luhn aus Berlin, Sozial- und Kunstpädagogin Ina Brandt aus Nordgeorgsfehn (Niedersachsen), Erzieher Thomas Gröper aus Jena, Medienwissenschaftlerin Kathrin Rothemund aus Jena und Kinderjury-Organisatorin Katharina Trautmann bevorsteht.
Seit 1993 können sich Kinder aus ganz Deutschland für die Jury bewerben. Und wieder einmal bestätigte sich der Trend, dass Jungen schreibfauler sind als Mädchen. 254 Mädchen möchten in die Spatzenjury, dafür nur 104 Jungen. Sie stammen aus allen Bundesländern, wobei Thüringen mit 90 Bewerbungen - 24 aus Gera und 256 aus Erfurt - naturgemäß an der Spitze liegt. Es folgen Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Das Schlusslicht bilden das Saarland und Hamburg.
Wer in der Kinderjury mitarbeiten will, muss zuvor mehrere Frage beantworten. Eine davon lautet, warum er oder sie gern Mitglied der Spatzenjury sein möchte und wie der Bewerber davon erfahren hat. Einige schrieben, dass bereits ein Elternteil in der Kinderjury war oder ein Geschwisterkind. Erfahren hätte sie davon außer aus dem Fernsehen und Internet auch von Verwandten und Bekannten. Sehr selbstbewusst schrieben Geraer Kinder, dass es in Gera, der Spatzenheimat, ja wohl selbstverständlich sei, das Festival zu kennen.
Verblüfft waren die Fachbetreuer über die Themen, die die Kinder gern verfilmt gesehen hätten. Da tauchten Wünsche wie Obst, der Stammbaum der Katzen, weiße Löwenbabys, Autobahnen, Menschen im Gefängnis oder Drachen auf, aber immer wieder äußern sich die Wunschjuroren zu Büchern, die sie auch gern verfilmt hätten. "Solche Wünsche und Ideen bleiben nicht in der Schublade versteckt", versicherte Margret Albers. Sie würden an Produzenten weitergereicht. Und Bavaria habe sogar bei der Produktion von "Die wilden Kerle" diesen Wunsch in den Förderantrag geschrieben.
Zum Hauptkriterium für die Auswahl der Spatzenjury zählt die Film- oder Fernsehkritik, die die Kinder mit einreichen müssen. "Wir hatten diesmal von drei Sätzen bis zu drei Seiten zu bewerten", schmunzelte Margret Albers. Immerhin schrieben die Kinder Kritiken zu 128 Filmen, "eine große Bandbreite", stellte das Gremium fest. Dabei lehnen die Kinder Gewalt in Filmen ab, ebenso wie oberflächlichen Klamauk, sie lieben Filme, die Geschichten erzählen oder Phantasiewelten. "Die wilden Kerle", "Eragon" und "Die wilden Hühner" waren Renner.
Die ausgewählten Kinder erhalten nun Spatzenpost und wenn die Bestätigung der Schule eintrifft, steht die Kinderjury fest.

( Helga Schubert, 09.02.2007 )

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