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Kurze Wege zwischen Bus, Straßenbahn und Zug

Als modernes Citydreieck der kurzen Wege bezeichnete Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm den neuen Busbahnhof, der noch kurz vor Weihnachten übergeben wurde. Obwohl hier nicht unmittelbar eine Straßenbahn fahre, gehöre das Projekt jedoch zum Stadtbahnprogramm, stellte er fest. Gemeinsam hätten der Landkreis Greiz, die Stadt Gera, der Regionalverkehr (RVG) unter Führung des Geraer Verkehrsbetriebes (GVB) zusammengearbeitet, lobte der Oberbürgermeister. Das Land unterstützte das Projekt, in das insgesamt rund sechs Millionen Euro investiert wurden, mit großzügigen Mitteln.
Besonders hob Dr. Vornehm die markante Gestaltung der Glasdächer hervor. Sie wurden von den Geraer Künstlern Sven Schmidt und Winfried Wunderlich geschaffen. Die auf den Kopf stehend Glasdächer sind in verschiedenen Blau- und Rottönen gehalten und tauchen den Platz in ein farbiges Licht. "Schon dadurch wird sich von nun an der Geraer Bahnhofsvorplatz von allen anderen Plätzen dieser Welt unterscheiden", ist der Oberbürgermeister überzeugt.
"Wo fährt denn heute der Bus ab?", diese Frage wird es nun nicht mehr geben, freute sich RVG-Geschäftsführer Andreas Rieß. Er lobte die sehr enge räumliche Nähe verschiedener Verkehrsträger und nannte den Busbahnhof einen "beispielhaften Verknüpfungspunkt zwischen Regionalbus, Stadtbahn, Bahn, Taxi und Individualverkehr".
Der alte Busbahnhof aus den 70-er Jahren sei nicht mehr zeitgemäß gewesen. In dem neuen werden Busse von 28 Linien an fünf Busbahnsteigen Halt machen. Die beispielhafte Entwicklung zwischen Landkreis Greiz und der Stadt Gera, zwischen GVB und RVG werden mit einem gemeinsamen Nahverkehrsplan für die Jahr 2008 und 2012 fortgesetzt, stellte er in Aussicht.
GVB-Prokurist Harald Berger erinnerte an die erste Straßenbahn, die 1893 vom Bahnhofvorplatz über die heutige Bielitzstraße zum Sächsischen Bahnhof fuhr. Das sei der erste Verknüpfungspunkt gewesen. Nun würden die Haltestelle zwischen Bahn, Straßenbahn und Bus wieder näher zusammenrücken. Bahnhofsmanager Gerd Tucholka gefällt vor allem die riesige Freifläche, die einen großem Blick auf das Hauptbahnhofsgebäude eröffnet. Das gäbe es nur in Frankreich, lächelte er.
Vor dem Haupteingang des Bahnhofs ist ein etwa 2500 Quadratmeter großer nahezu quadratischer Vorplatz für Fußgänger mit Sitzbänken und Bäumen angelegt worden. Zwei Platanenreihen säumen von diesem Platz aus den Fußweg zur Kreuzung Amthorstaße/Friedrich-Engels-Straße. Die Arbeiten nahmen insgesamt einen Zeitraum von zwei Jahren in Anspruch. Im Untergrund wurde ein vollkommen neues Versorgungsnetz angelegt. Dazu gehören Abwasserkanäle, Trinkwasser-, Gas-, Strom- und Telekom-Kabel, die zum Großteil erneuet wurden.

( Helga Schubert, 22.12.2006 )

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