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Das Schwarze wird nicht nur vor der Haustür getrunken

Der schlechte Sommer und die 0,5-Promille-Grenze ließ die Deutschen weniger zum Bierglas greifen. Das merkte auch die Köstritzer Schwarzbierbrauerei. Der geplanten Ausstoß von 800 000 Hektoliter des Gerstensaftes wurde nicht erreichte, dennoch zeigt sich der Kaufmännische Geschäftsführer Frank Siegmund mit einer Dreiviertel Million hl zufrieden. Immerhin habe man ein Wachstum von 6,13 Prozent erreicht, stellte er in der Jahrespressekonferenz fest. Die Köstritzer Bierbrauer gehen auch mit Optimismus in das Jahr 1999, denn der Dezember sei der beste Absatzmonat des vergangenen Jahres gewesen.
Das Schwarzbier, das der Köstritzer Brauerei den Namen gab und seit mehr als 450 Jahren dort gebraut wird, ist das gefragteste Bier. Eine Gesamtmenge von 395 590 hl wird mittlerweile ausgestoßen. Dabei wird das "Schwarze mit der blonden Seele" nicht nur vor der Haustür getrunken, sondern von Stuttgart bis Hamburg. 43 Prozent wird in die alten Bundesländer ausgeliefert. "Ein sehr wichtiger Indiz dafür, dass das Köstritzer Schwarzbier bundesweit seine Freunde gefunden hat", freut sich Frank Siegmund. Bei Edel-Pils haben die Köstritzer auch zugelegt. 1998 wurde 293 000 hl dieses Gebräus ausgeliefert. Innerhalb Thüringens nahm der Marktanteil um 6,3 Prozent zu. Einen ganz besonderen Zuwachs sei bei Diät-Bier zu verzeichnen, stellte der Geschäftsführer fest. Es sei zwar nur eine kleine Menge, die davon gebraut wird, "trotzdem sind 14 Prozent Anstieg hervorragend". Im Osten sei man damit Nummer eins in Sachen Diät-Pils und in ganz Deutschland immerhin Nummer zwei, bemerkte er. Nun wird diese Sorte auch in 0,33 l-Flaschen angeboten. Das gute Ergebnis hat das Unternehmen veranlasst, auch zwölf neue Mitarbeiter und einen weiteren Lehrling einzustellen. 191 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 17 Auszubildende, sind derzeit in der Köstritzer Schwarzbierbrauerei beschäftigt. Der Umsatz wird auf rund 116 Millionen Mark beziffert.
Erfolg sieht der Technische Geschäftsführer Albrecht Pitschel auch bei den Investitionen. 8,5 Millionen Mark wurden im vergangenen Jahr in die Technik investiert, gab er an. In diesem Jahr sollen es sogar 20 Millionen Mark werden. Seit der Übernahme der Brauerei durch die Bitburger Brauerei käme man somit auf eine Investitionssumme von rund 85 Millionen Mark, sagte er. Geplant sind in diesem Jahr die Aufstellung von fünf weiteren Gär- und Lagertanks, die Inbetriebnahme einer zweiten Flaschenabfüllinie sowie die Fertigstellung der Ladehalle. "Es wird also ständig bei uns gebaut", meinte er schmunzelnd. Nur die Brauereizufahrt als Nordeinfahrt sei leider nicht genehmigt worden. Deswegen werde sich das Unternehmen mit Eigenmitteln am Ausbau der alten Elsterbrücke beteiligen. Somit werde der Innenstadtbereich dann doch von Brauereifahrzeugen entlastet.
Im Sponsoring für den Sport und bei der Unterstützung kultureller Veranstaltungen und Verbände in Bad Köstritz und in Gera zeigt die Schwarzbierbrauerei stets eine großzügige Hand. Das soll auch beibehalten werden, denn man fühle sich auch der Region verpflichtet, ist die Meinung der Geschäftsführung.

( Helga Schubert, 23.01.1999 )

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