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GVB gibt noch lange nicht die Schaufel ab

Als Start in ein neues Nahverkehrszeitalter bezeichnete Thüringens Verkehrsminister Andreas Trautvetter die Inbetriebnahme der Straßenbahnlinie 1 zu deren Eröffnung. Und er schätzte auch ein, dass ein attraktiver Öffentlicher Personennahverkehr wesentlich für die Entwicklung der Städte ist, vergaß aber nicht, zu erwähnen, dass die Thüringer Landesregierung nicht unerhebliche Mittel in die Schaffung leistungsfähiger Nahverkehrssysteme und in die Anschaffung einer neuen Fahrzeugflotte gesteckt hat. Aber auch der Bund förderte den Bau der Stadtbahnlinie. "Gera zeigt, war bei einem intelligenten Umgang mit nahezu 60 Millionen erreicht werden kann", lobte Dr. Dieter Glück vom Bundesministerium.
Angesichts des vielen Lobes lang die Frage nahe: Wie geht es weiter mit der Straßenbahn? Ungelöst ist ja noch das Thema Wiesestraße, außerdem stellte OB Dr. Norbert Vornehm, damals noch Vorstand Stadtwerke und Geschäftsführer des Verkehrsbetriebes, eine mögliche Straßenbahnlinie nach Langenberg in Aussicht und die Verlegung der Umsteigestelle Tinz in die Höhe Berufsakademie. Der Landes- wie auch der Bundespolitiker schlossen weitere Förderung nicht aus. Die Mittel seien im gleichen Umfang wie die Kosten für die Stadtbahnlinie angemeldet. Die Planungen müssten noch ausgearbeitet werden, und wenn die Berechnungen es zuließen, sei der Bund bereit, den Ausbau nach Langenberg zu fördern. Dr. Vornehm ist jedoch optimistisch, schließlich sei der Bund für die Stadtentwicklung zuständig. Die Weichen in Richtung Langenberg sind also gestellt. Sollte man nicht noch etwas weiter in die Zukunft schauen und die Gleise vielleicht gleich bis nach Bad Köstritz verlegen? Bei Minister Trautvetter kam es jedenfalls gut an, dass mit dem Landkreis Greiz einen gemeinsamen Nahverkehrsplan erstellt.
Für die umstrittene Wiesestraße hat der Verkehrsminister auch eine Lösung. Die Straßenbahn soll nur im südlichen Abschnitt einen unabhängigen Gleiskörper erhalten. Die meisten Gewerbebetriebe und Händler befinden sich auf einer Strecke von etwa 900 Meter. Hier werden die Schienen in die Fahrbahn eingebettet.
Die zweite Stufe des Stadtbahnprogamms wird im Zeitraum von 2008 bis 2010 in Angriff genommen. Dabei geht es auch darum, auf den bestehenden Linien nach Bieblach-Ost und Lusan die Fahrzeiten zu verkürzen. Doch der GVB gibt noch lange nicht die Schaufel ab. Gleich nach dem Startschuss für die Stadtbahnlinie 1 kommt Tinz an die Reihe, hatte Dr. Vornehm angekündigt. Hier soll bis 2008 die Stadtbahnlinie 3 zwischen Grünem Weg und Thüringer Straße ein Rasengleis erhalten und die Umsteigestelle für Straßenbahn und Bus an die Berufsakademie verlegt werden. Und wie immer, wird auch der Untergrund saniert. Die Bewohner am Ende der Berliner Straße freuen sich schon jetzt auf den zukünftigen Parkplatz. Groll dagegen hegen die Bewohner der Leibnizstraße. Ihre Suche nach einer Abstellmöglichkeit für ihr Auto gleicht einer Odyssee, denn der Parkplatz blieb leider nur ein Versprechen.

( Helga Schubert, 10.11.2006 )

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