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Florale Motive als Reverenz an die Bundesgartenschau

Während in der Geraer Orangerie derzeit die Handwerker das Sagen haben, bereiten die Mitarbeiter der Kunstsammlung schon die Ausstellung zu ihrer Wiedereröffnung vor. Kein Geringerer als Otto Dix soll dann symbolisch den Neubeginn markieren. "Un-verblümt: Otto Dix" wird die Schau überschrieben sein, die ab 24. Juni nächsten Jahres die Besucher in das barocke Kleinod locken soll. "Wir werden florale Motive im Werk von Otto Dix von seiner frühen Jugend, etwa dem Skizzenbuch, bis ins Alterswerk präsentieren", sagte Muse-umsleiter Holger Peter Saupe.
Damit will die Kunstsammlung zugleich der Bundesgartenschau 2007 Reverenz erweisen. Schließlich liegt die Orangerie wie auch das museal genutzte Geburtshaus des Malers und Graphikers dann im Areal des Hofwiesenparks.
Zwar verfügt die Kunstsammlung selbst mit rund 400 Arbeiten des deutschen Meisters der Moderne über den größten Bestand in öffentlicher Hand, "ohne Leihgeber geht es dennoch nicht", macht Saupe deutlich. Neben deutschen Museen nennt er dafür auch die Dix-Stiftung im schweizerischen Vaduz. "Außerdem bemühen wir uns, zwei Gemälde aus den USA in die Ausstellung zu holen." Derzeit verhandelt die Kunstsammlung deshalb mit Museen in Detroit über das 1912 entstandene "Selbstbildnis mit Nelke" und in Los Angeles über die "Familie Felixmüller" von 1919.
In Werken Dix sei Florales nicht einfach schmückendes Beiwerk, sondern zumeist mit Symbolen behaftet, betont er. Vor allem die Rose tauche immer wieder in ikonographischer Bedeutung auf. Als Beispiel nennt er das "Bildnis des Malers Hans Theo Richter und Frau Gisela" von 1933, das "ein Muss für unsere Ausstellung ist". Doch auch andere Blumen finden sich da, etwa Schwertlilien in einem Stillleben, da sozusagen den direkten Bogen zur Buga spannt, wird doch im Hofwiesenpark dann ein großer Irisgarten zu bewundern sein. Gezeigt werden soll auch das letzte Bild, das Dix vor seinem Tod malte und das noch auf der Staffelei stand - ein Blumenstrauß.
Mit ihrer Dix-Exposition steht die Kunstsammlung Gera 2007 nicht allein. Sind dort bis 23. September 2007 ausschließlich Gemälde und Zeichnungen zu besichtigen, werden in Hamburg fast zeitgleich Aquarelle von Otto Dix zu sehen sein. Die beiden Ausstellungen seien aufeinander abgestimmt, betont Holger Peter Saupe. "Natürlich werden in Hamburg auch Werke aus unserer Sammlung zu sehen sein", freut er sich und nennt als Beispiel die berühmte "Dirne" von 1925.

( Uschi Lenk, 06.10.2006 )

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