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Ein Mausklick erreicht bereits vier Kommunen

Gera (NG/sch). Eigentlich würden ja sonst Gebietskörperschaften im Wettbewerb stehen. Jeder wolle seine Gemeinde stärken und möglichst viel aus den Töpfen von Erfurt und Berlin herausholen. Für die Städte Altenburg, Jena, Gera und das Altenburger Land gelte dieses Konkurrenzdenken nicht mehr, versicherte der Geraer Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm. Auf einer gemeinsamen Internetplattform könne nun der Bürger mit einem Klick alle Angebote der vier Beteiligten sehen. "Der gesamte Raum auf einem Bildschirm", freute er sich. Die neue Plattform ist auch ein äußerer Beleg dafür, dass die Gebietskörperschaften in unserer Region noch enger zusammenarbeiten und Potentiale gemeinsam nutzen.
Dieser Tage wurde der gemeinsame Portalstart im Geraer Rathaussaal vollzogen. www.kommunenonline.de heißt das Zauberwort, das helfen soll, den Ämterdschungel zu lichten und Behördengänge zu ersetzen.
200 elektronische Anträge stünden jetzt dem Bürger zur Verfügung, betonte Harald Schröter, Hauptabteilungsleiter in der Geraer Stadtverwaltung, der das Projekt betreute. Der Veranstaltungskalender dürften von Interesse sein ebenso wie die kommunalen und wirtschaftlichen Informationen. In Vorbereitung sei eine Wirtschaftsdatenbank, und Gera plane, die elektronische Ausschreibung einzuführen, gab Harald Schröter bekannt. "Die Verwaltung ist für die Zukunft gerüstet", unterstrich er.
Wie in einem Baukastensystem enthält die Internetplattform mehrere Bausteine, die auf Grund der spezifischen Besonderheiten und Anforderungen in den einzelnen Kommunen voneinander abweichen oder gänzlich neu sind. In Jena zum Beispiel könnten sich die Interessenten das Kfz-Wunschkennzeichen sichern oder sich Auskünfte über den Verfahrensstand der Bauakte einholen, erläuterte Dr. Martin Reinhard vom Eigenbetrieb für kommunale Immobilien Jena.
Die Stadt Altenburg ermöglicht u. a. eine Recherche über den gesamten Bestand der Bibliothek oder gestattet den Online-Zugriff auf Bestands- und Bilddaten des Archivs, war vom Altenburger Dezernent Ubald Greger zu erfahren. Wichtig sei es ihm gewesen, dass auch Sehbehinderte einen guten Zugang zu dem Portal finden, deswegen wurde wegen der besseren Lesbarkeit an variable Schriftgrößen gedacht.
Landrat Sieghardt Rydzewski vom Kreis Altenburger Land gab zu, kein Computerexperte zu sein, aber er wisse, dass durch die neue Internet-Plattform das Altenburger Land seine Vorzüge als Wirtschaftsstandort überregional noch besser vermarkten kann, denn jeder Landkreis und jede Stadt böte Investoren ganz individuelle Standortbedingungen, war er sich sicher.
Bei der virtuellen Schlüsselübergabe, der Maus, hoffte Dr. Vornehm, dass sich noch weitere Kommunen an der Internetplattform Ostthüringen beteiligen.

( NG/sch, 22.09.2006 )

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